Viel Altbewährtes vor der neuen Saison beim FC Freienbach

Text: Eric Fuchs

Der FC Freienbach startet am kommenden Sonntag mit einem Auswärtsspiel beim FC Gossau in die neue Saison der 1. Liga. Nach einem vergleichsweise ruhigen Transfersommer blickt das Team von Trainer Stefan Flühmann mit Zuversicht auf die bevorstehenden Aufgaben.

Mehr als zwei Monate sind seit dem letzten Ernstkampf vergangen. Damals setzte sich der FC Freienbach auswärts souverän gegen die SV Schaffhausen durch und schloss eine starke Saison 2025/26 auf dem ausgezeichneten sechsten Tabellenplatz ab. Entsprechend war es das erklärte Ziel, den erfolgreichen Kader möglichst zusammenzuhalten – ein Vorhaben, das dank des ausgeprägten Teamgeists weitgehend gelang.

Auf der Chrummen blieb es während der Transferperiode entsprechend ruhig. Nur wenige Spieler verliessen den Verein. Mit Gasane und Vaz verabschiedeten sich zwei Offensivkräfte, besonders schmerzlich ist jedoch der gesundheitsbedingte Rücktritt von Silas Morf. Der Offensivspieler hatte insbesondere in der Vorrunde mit seinen herausragenden Einzelaktionen entscheidenden Anteil am erfolgreichen Saisonverlauf. Ebenfalls nicht mehr zum Kader gehört Eigengewächs Leon Hajrizi, der den nächsten Schritt wagt und künftig für die U21 der Grasshoppers aufläuft.

Die entstandenen Lücken im Angriff sollen zwei Neuzugänge vom SV Höngg schliessen. Alija Hadziarapovic und Diego Kälin bringen beide Erfahrung aus der 1. Liga mit. Hadziarapovic soll mit seiner Schnelligkeit und Dynamik über die Flügel Akzente setzen, während Kälin als klassischer Mittelstürmer vor allem mit seiner Physis und Präsenz im Strafraum überzeugt.

Auch defensiv hat sich Freienbach gezielt verstärkt. Mit Valentino Giansiracusa und Aaron Jutzeler stiessen ein routinierter Aussenverteidiger sowie ein vielversprechendes Nachwuchstalent zur Mannschaft. Vor allem von Giansiracusa, der sich in den vergangenen Jahren beim FC Kosova als verlässliche Grösse etablierte, erhofft sich der Verein zusätzliche Stabilität.

Trainer Stefan Flühmann zeigte sich mit der Kaderplanung zufrieden: «Es ist positiv, dass wir grösstenteils zusammengeblieben sind. Das zeigt, dass wir einen ausgezeichneten Teamspirit haben.»

Bei den Saisonzielen bleibt der Freienbacher Cheftrainer bewusst zurückhaltend. Ihm ist klar, dass es neben konstanten Leistungen auch das nötige Wettkampfglück braucht, um das starke Resultat der Vorsaison zu bestätigen. «Ein Platz in den ersten zehn wäre auf alle Fälle schön», sagt Flühmann.

Zum Saisonauftakt wartet gleich eine anspruchsvolle Aufgabe. Am Sonntag gastiert der FC Freienbach beim Aufsteiger FC Gossau. Die St. Galler sind nach mehreren Jahren in die 1. Liga zurückgekehrt und dürften mit ihrem erfahrenen Kader entsprechend selbstbewusst auftreten. Auch wenn die Höfner in der Vergangenheit gute Erinnerungen an die Duelle mit Gossau haben, dürfte die Partie bereits zum Auftakt eine erste echte Standortbestimmung werden.