Verdienter Punkt in hartem Kampf

Text: Eric Fuchs

Auch im zweiten Spiel der neuen Meisterschaft muss sich der FC Freienbach mit einem Punkt begnügen. Die Höfner trennten sich am Freitagabend auf der Chrummen vom FC Baden in einer intensiv geführten Partie mit 2:2.

Das erste Heimspiel der Saison fand bei warmen, aber angenehmen Abendtemperaturen statt. Davon schien insbesondere der FC Baden zu profitieren. Die Aargauer legten furios los und setzten Freienbach in der Startviertelstunde gehörig unter Druck. Die Höfner hatten grosse Mühe, Zugriff auf das Spiel zu finden, und waren in den Zweikämpfen oft einen Schritt zu spät. Immer wieder blieb ihnen nur das Foul oder das Nachsehen. Was Baden allerdings fehlte, war der entscheidende letzte Pass. So kam der starke Start der Gäste zwar optisch deutlich zum Ausdruck, wirklich gefährlich wurde es vor dem Freienbacher Tor zunächst kaum und Leon Merkas blieb weitgehend beschäftigungslos.

Wie aus dem Nichts befreite sich der FCF in der 17. Minute aus der Umklammerung. Nach einem Corner zog Cristiano Teixeira mit viel Tempo in den Strafraum und wurde bei seinem Abschluss von einem Gegenspieler mit der Hand gestoppt. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Teixeira, der in der vergangenen Saison Freienbachs bester Torschütze gewesen war, übernahm die Verantwortung und verwertete den Strafstoss souverän zum 1:0.

Der Treffer beruhigte die Partie zunächst etwas. Baden zeigte sich nur kurz beeindruckt und fand noch vor der Pause gleich zweimal die passende Antwort. In der 27. Minute köpfte Tschopp einen scharf getretenen Freistoss zum 1:1 ins Netz. Wenig später wurde ein Badener Angreifer im Freienbacher Strafraum zu Fall gebracht. Captain Giampa verwandelte den fälligen Penalty sicher und brachte die Gäste mit 2:1 in Führung.

Für Freienbach war der Rückstand zur Pause bitter, hatte Baden doch vor allem zu Beginn spielerisch überzeugt. Trainer Stefan Flühmann schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Höfner kamen mit viel Energie aus der Kabine und erzielten bereits mit ihrem ersten Angriff den Ausgleich. Über Straub gelangte der Ball an der Strafraumgrenze erneut zu Teixeira. Dieser zog direkt ab, sein Schuss wurde noch entscheidend abgefälscht und landete zum 2:2 im Tor.

Der frühe Ausgleich läutete eine intensive zweite Halbzeit ein. Beide Teams überzeugten vor allem durch hohes Tempo, Einsatz und grosse Leidenschaft. Die Zweikämpfe wurden zunehmend härter geführt, weshalb der Unparteiische nach mehreren grenzwertigen Aktionen immer wieder die Gelbe Karte zeigen musste. Klare Torchancen blieben hingegen Mangelware.

In der Schlussphase erhöhte Baden nochmals den Druck und war dem Siegtreffer einen Tick näher. Freienbach durfte sich dabei auf seinen Torhüter verlassen: In der 91. Minute bewahrte Leon Merkas den FCF mit einer Glanzparade vor dem späten K.o. und sicherte seiner Mannschaft damit den verdienten Punkt. Nach zwei Runden steht für die Höfner somit bereits das zweite Unentschieden zu Buche.

Zufrieden mit der Punkteteilung war auch Freienbachs Cheftrainer Stefan Flühmann. «Im Vergleich zum Unentschieden der letzten Woche gegen Gossau war dieses 2:2 ein sehr guter Auftritt. Wir haben solidarisch und aufopfernd gekämpft», lobte Flühmann seine Mannschaft.

Freienbach – Baden 2:2 (1:2)
Chrummen. – 320 Zuschauer. – SR: Arben Murati.
Tore: 18. Teixeira (Elfmeter) 1:0, 27. Tschopp 1:1, 40. Giampa 1:2 (Elfmeter), 47. Teixeira 2:2.
Verwarnungen: 13. Stumpo (Foul), 51. Kunz (Foul), 61. Merkas (Unsportlichkeit), 61. Huruglica (Unsportlichkeit), 64. Straub (Foul), 67. Kalt (Foul), 73. Niyo (Unsportlichkeit), 74. Barletta (Foul), 75. Marcon (Foul), 87. Teixeira (Foul).
Freienbach: Merkas; Giansiracusa, Göppel, Rohrbach, Stumpo (68. Maggio); Niyo, Catari (68.Marcon); Hadziarapovic (68. Stähli), Straub (78. Heini), Sabino (59. Kälin); Teixeira.
Baden: Zalokar; Tschopp, Muff, Isufi, Kunz; Kalt, Huruglica (84. Rhein), Probst (77. Vogt); Barletta, Giampa (77. Bertelle), Brack (88. Ukshini)
Freienbach ohne Festic, Gönitzer, Kllokoqi und Tritten (verletzt), Gavric, Gioradno, Jutzeler, Keller und Streckhardt (kein Aufgebot)