Text: Eric Fuchs
Dem FC Freienbach ist nach zwei schmerzhaften Niederlagen in Folge auf der Chrummen die Antwort geglückt. Die Höfner bekundeten beim 2:0-Vollerfolg über Eschen/Mauren keine Mühe.
Bei idealen Bedingungen und Temperaturen um die 20 Grad präsentierten sich beide Mannschaften während grosser Teile der ersten Halbzeit zunächst gehemmt. Sowohl beim FC Freienbach als auch bei Eschen/Mauren war deutlich spürbar, dass die aktuelle Form nicht den Erwartungen entsprach. Das Tempo der Partie blieb überschaubar, flüssige und zusammenhängende Offensivaktionen waren Mangelware. Stattdessen dominierte in der Anfangsphase ein intensives Ringen im Mittelfeld, begleitet von zahlreichen Fouls und Unterbrüchen. Eschen/Mauren versuchte zwar etwas häufiger als die Höfner, mit direkten Zuspielen in die Spitze zum Erfolg zu kommen, doch mangelte es den Gästen bei diesen Vorstössen an der nötigen Präzision, um die Defensive des FCF ernsthaft zu gefährden.
Freienbach nimmt Fahrt auf
Erst nach etwas mehr als einer halben Stunde fand Freienbach besser ins Spiel und erhöhte spürbar die Schlagzahl. Prompt führte die erste sauber herausgespielte Offensivaktion zum Erfolg. Nach einem schnellen Umschaltmoment setzte Samuel Heini mit einem perfekt getimten Pass Cristiano Teixeira in Szene. Der pfeilschnelle Angreifer zeigte sich eiskalt, umspielte Torhüter Foser und schob souverän zur 1:0-Führung ein.
Der Führungstreffer verlieh den Gastgebern sichtlich Auftrieb und sie suchten in der Folge konsequent den Weg nach vorne. In den verbleibenden Minuten bis zur Pause bestimmte Freienbach klar das Geschehen und setzte den Gegner beinahe permanent unter Druck. Mehrere vielversprechende Chancen auf das zweite Tor waren die Folge: Luca Straub kam gleich zweimal gefährlich zum Abschluss, während ein Distanzversuch von Lendrit Dellova zwar den Weg ins Netz fand, jedoch nur ins Aussennetz.
Effiziente Konter sichern Freienbach den Sieg
Nach dem Seitenwechsel trat Eschen/Mauren, das in der ersten Halbzeit kaum offensiv in Erscheinung getreten war, deutlich engagierter auf. Die Liechtensteiner konnten sich nun vermehrt in der Platzhälfte von Freienbach festsetzen, ohne jedoch zwingende Torchancen zu kreieren. Einige Halbchancen sowie mehrere Eckbälle blieben letztlich ungefährlich, auch weil deren Ausführung zu wünschen übrigliess. Die beste Möglichkeit in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit verzeichnete stattdessen Freienbach: In der 52. Minute setzte sich der zur Pause eingewechselte Sabino auf der rechten Seite durch und legte auf Straub zurück, dessen Flanke in der Mitte Dario Marcon erreichte. Dieser nahm den Ball direkt volley, setzte ihn jedoch über das Tor.
Mit zunehmender Spieldauer rückte Eschen/Mauren immer weiter auf und öffnete damit Räume für Freienbacher Gegenstösse – eine Paradedisziplin von Cristiano Teixeira. In der 72. Minute nutzte der Torschütze diese Ausgangslage erneut: Nach idealer Vorarbeit von Jerome Stähli musste er aus kurzer Distanz nur noch einschieben und erhöhte auf 2:0. In der Folge boten sich ihm sogar weitere Gelegenheiten für einen dritten Treffer, doch bei einem weiteren Konter verhinderte ein gegnerischer Verteidiger im letzten Moment Schlimmeres. Auch Giuseppe Gentile per Kopf sowie der agile Stähli hatten noch Möglichkeiten, das Resultat auszubauen, doch es blieb beim verdienten 2:0-Erfolg.
Dieser Sieg kommt für den FC Freienbach nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen genau zum richtigen Zeitpunkt und dürfte der Mannschaft neues Selbstvertrauen verleihen – insbesondere im Hinblick auf das kommende Derby in einer Woche auswärts beim FC Tuggen.
Freienbach – Eschen/Mauren 2:0 (1:0)
Chrummen. – 120 Zuschauer. – SR: Andrin Borra.
Tore: 31. Teixeira 1:0, 72. Teixeira 2:0.
Verwarnungen: 26. Stumpo (Foul).
Freienbach: Merkas; Göppel, Tritten, Kllokoqi, Stumpo (46. Sabino); Marcon, Heini (62. Hajrizi), Stähli, Straub (80. Gasane); Teixeira (89. Maggio), Dellova (46. Giordano).
Eschen/Mauren: Foser; Seifert (82. Honorio), Györky, Micevski, Zimmermann; Radoijcic (72. Paz), Murati, Stevanovic (46. Stevanovic), Pizzi (46. Schulthess); Mladenovic (72. Hossmann), Gjorgjievski.
Freienbach ohne Festic, Gavric, Morf und Niyo (verletzt), Gönitzer, Melidoro, Rohrbach, Streckhardt und Vaz (kein Aufgebot).