Zwei Treffer Qualitätsdifferenz

Claudia 17. Oktober 2019 Kommentare deaktiviert

Das mit etwelcher Spannung erwartete Ausserschwyzer Derby zwischen Lachen/Altendorf und Freienbach ging mit 4:2 Toren an die Höfner Gäste. Von drei Foulpenaltys wurden deren zwei verwertet.

von Bruno Füchslin (Text) und www.manusfotovideoart.ch (Archivbild)

Dauerregen auf dem Peterswinkel, tiefes Terrain, Spielfeld abschnittsweise an der Grenze der Regularität. Das Duell des Liganeulings gegen die jahrelangen Liga-Arrivierten wollten über 400 Augen beobachten. Die Begegnung bescherte letztlich sechs Treffer, einige Emotionen und schliesslich mit Freienbach einen verdienten Sieger.
65. Minute, Foulpenalty für Lachen/Altendorf beim Stand von 0:1: Vielleicht der Start zur Wende? Vier Minuten vor dem Pausenpfiff gingen die Höfner durch Almir Murati in Führung und hielten den Vorsprung. Jetzt also der Ausgleich? Nein. Der eingewechselte Blerton Avdyli schloss mutig und kräftig ab, traf aber deutlich neben das Gehäuse. Den Konjunktiv bemühend, hätte dies vielleicht – hat es aber nicht. Dennoch FCLA-Jubelszenen fünf Minuten später: Fatmir Gojani liess sich feiern und gab Glauben in Pappones Team.

Auffälliger Alexander Srdic
Nur drei Minuten später wurde dieser schon geknickt. Marsel Stevic traf zur erneuten Freienbacher Führung. Alexander Srdic’s Treffer zum 3:1 (83.) sowie als Vorlagengeber beim Führungstor machten den Höfner Frontmann zum auffälligsten Höfner an diesem Abend.
Obwohl die nachmaligen Sieger ab der 81. Minute zu Zehnt auskommen mussten – der eben eingewechselte Seeholzer wurde wegen rüden Foulspiels gleich wieder des Feldes verwiesen –, reichten die FCLA-Kräfte nicht mehr, den angestrebten einen Punkt zu holen. Erneut beantworteten die Höfner den Lachner Anschlusstreffer (91.; Schuler per Foulpenalty) mit einem eigenen Einschuss (95.; Stevic per Foulpenalty) und sicherten sich die drei Punkte.

Eine gute Derby-Qualität
Dieses Derby, das besseres Wetter (und demzufolge auch mehr Zuschauer) verdient hätte, wies dank beidseitigem Engagement eine gute Qualität auf. War die erste Hälfte im Feld noch relativ ausgeglichen, steigerte sich Freienbach schon zu Beginn des zweiten Abschnitts zum in Mehrheitsbelangen überlegenen Team, das zum Gewinn der drei Punkte dennoch alles investieren musste, was vorhanden und auch gefordert war.

Beim FCLA indes wurden schon kurz nach Schlusspfiff Stimmen laut, die meinten, dass in der Retourpartie im Frühling alles anders käme. Es handle sich bei den abgegebenen Punkten höchstens um eine vorübergehende Leihgabe; auf der Chrummen seien dann die Höfner die Dummen.
Flashes

«Leidenschaft, Engagement, Wille.»
Mattia Desole, Captain FC Freienbach

«Gewiss nicht unser bestes Spiel dieser Saison. Dies lag aber wohl auch am Gegner.»
Markus Sigel, Präsident FC Lachen/Altendorf