Zweiter Sieg ohne Gegentor

bfuchs 18. August 2012 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus

Nachdem das Aufeinandertreffen dieser beiden Teams in der letzten Meisterschaft jeweils gegenseitig besonders torreich endete (8:7 und 6:3 für Freienbach), so hätte Freienbach diese Neuauflage aufgrund des Chancenverhältnisses und mit besserer Effizienz wesentlich höher gewinnen müssen. „Hauptsache drei Punkte“ – so lautete denn auch das allgemeine Höfner Fazit.

Nach acht Spielminuten kam Philipp Ernst zu einer ersten Chance. Er verzog dabei ebenso knapp wie nur 60 Sekunden später die Gastgeber. Dann folgten sich, praktisch im Minutentakt, vorerst fünf weitere Höfner Torgelegenheiten. Diese kamen offensichtlich einem offensiven Weckruf für die Winterthurer gleich, kamen doch nun auch sie zu zwei guten Chancen. Freienbach forcierte immer wieder wirkungsvoll die rechte und vor allem linke Flanke. Wiederholt wurde Michael Forrer angespielt und „geschickt“, der die Bälle dann gefühlvoll vor das Tor schlug oder selbst den Abschluss suchte. So war es denn auch kein Zufall, dass einer seiner Versuche via Kopf eines heimischen Verteidigers, unhaltbar für Torhüter Popp, im Netz landete. Nach diesem Führungstreffer kamen sowohl die Höfner wie auch die Gastgeber zu weiteren und jeweils nur knapp vergebenen Möglichkeiten. Besonders erwähnenswert dabei ein Lobball ab der Mittellinie von Mazrekaj wohl über Marty hinweg, aber auch um Zentimeter am Torpfosten vorbei. Dann baute kurz vor dem Pausenpfiff Michael Forrer die Führung seines Teams doch noch aus – vom omnipräsenten Philipp Ernst eingesetzt, düpierte er diesmal den Torhüter.

Weiteres Chancenplus und Überzahl für Freienbach

Hatten die Höfner in der ersten Hälfte doppelt so viele gute Torchancen wie ihr Gegner (10:5), so erspielten sie sich in der zweiten dreimal mehr (6:2). Die klarste wies allerdings Töss nur wenig nach Wiederanpfiff auf: Mario Schnyder rettete für den bereits geschlagenen Carlo Marty auf der Torlinie und verhinderte damit den Anschlusstreffer, der den Einheimischen vielleicht die zweite Luft hätte vermitteln können. Auch ein nötiges Aufbäumen der Winterthurer war dann in doppelter Unterzahl – ein Platzverweis wegen grobem Einsteigen, einer wegen einer Tätlichkeit – nicht mehr möglich. Die guten Höfner Gelegenheiten wurden meistens knapp (daneben oder darüber) vergeben oder durch Goalie Popp, den Besten seiner Mannschaft, zunichte gemacht. In der Schlussminute war dann auch er noch machtlos. Der eingewechselte Gonzales versenkte einen Abpraller zum dritten Höfner Treffer, zur endgültigen Entscheidung und als logische Folge der klaren Chancenmehrheit.

Töss – Freienbach 0:3 (0:2) Reitplatz. 90 Zuschauer.

SR: Stephan Käppeli.

Tore: 29. Eigentor 0:1. 43. Forrer 0:2. 90. Gonzales 0:3.

Töss: Popp; Dalla Nora, Elmazi, Ivanovic, Kastrati, Ehrensberger; Malis, Mazrekaj, Aydin (72. Selladurai); Baskapan, Seran Mutlu (64. Kryeziu).

Freienbach: Marty; Ibrulj (86. Sulimani), Lenherr, Chaparro, Meier; Kälin, Greiler (90. Halimi), Forrer , Schnyder; Ernst, Mattia (71. Gonzales).

Bemerkungen: Töss ohne Bortolas und Yunus Kutlus (beide verletzt), Murina und Solomun (beide gesperrt) sowie Marsch (abwesend); Freienbach ohne Kovacek und Ramet (beide verletzt) sowie Sanchez (abwesend). Verwarnungen: 36. Dalla Nora (Foul). 42. Malis (Foul). 55. Serkan Mutlu (Foul). 82. Selladurai (Foul). Ausschlüsse: 62. Malis (2. Gelbe Karte wegen grobem Foul). 83. Kastrati (Tätlichkeit).