Wichtiges Siegtor in der Nachspielzeit

admin 12. Juni 2017 Kommentare deaktiviert

von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Fotos)

In einem typischen Sommerspiel und äusserst matter Vorstellung sicherten sich die Höfner erst spät die kaum noch erwarteten drei Punkte, die sie nun bis zuletzt im Aufstiegsrennen belassen.

In diesem zerhackten Spiel mit magerer Fussballkost, in dem kein Angriff über mehrere Stationen gedieh und es erstaunlicherweise trotzdem zu zahlreichen (bezeichnenderweise Distanz-)Torschüssen kam, standen überwiegend die beiden Torhüter im Mittelpunkt des Geschehens. Während Freienbach’s Miro Dabic vor allem gegen Wil’s Amar Uzunovic bei dessen perfiden 18 Meter-Flachschuss ganz besonders glänzen musste, hatten es die St. Galler ihrem mit Abstand Besten, Goalie Fabio Costantini, zu danken, dass sie bis zur Pause nicht in Rückstand gerieten. In regelmässigen Abstanden machte er, teils mehr als brillant, Abschlussversuche von Mirka Döttling (satter Flachschuss), Raffaele Perna (aus nächster Nähe in Corner), Taulant Syla (20 Meter-Granate) und nachmals Syla  (aus elf Metern) zunichte.

Nicht mehr erwarteter Siegtreffer   

Von zwei Ausnahmen abgesehen  -  den ersten Konter schoss der schnelle Uzunovic knapp über das Gehäuse von Dabic, den zweiten Eralb Foniqi eher kläglich daneben -, war nur noch Freienbach auf dem Weg nach vorne. Doch weder Pleurat Hoxhaj (Hocheckschuss aus 20 Metern), noch der freistehende Syla noch die eingewechselten Klurdian Museshabanaj und Jonas Matt (je aus zwölf Metern) vermochten den nach wie vor dicht haltenden Costantini zu beunruhigen, geschweige denn zu bezwingen. Wie sich dann Wil in den letzten Minuten nochmals aufraffte und zu einen Schlussspurt ansetzte, scheiterte vorerst Foniqi mit seinem Pfostenschuss und verzog Javier Vasquez knapp. Wie schon nach einer doch eher trostlosen Vorstellung männiglich mit einem torlosen Spielausgang rechnete, war es dem einmal mehr auffälligsten, einsatzfreudigsten Höfner, Olivier Maurer, doch noch vorbehalten, das späte Siegtor zu buchen. Von Hoxhaj nach einem Freistoss angespielt (Glück für Freienbach, dass der sonst mit der Vorteilsauslegung regelmässig auf Kriegsfuss lebende Spielleiter diesmal wieder auf einen stehenden Ball entschied), liess er diesmal Costantini mit seinem 20 Meter-Flachschuss durch viele Beine hindurch keine Abwehrchance.

Dank diesem in den letzten Sekunden erkämpften Vollerfolg und der gleichzeitigen Niederlage von Kosova bei Linth 04 fällt die Entscheidung über den Gruppenmeistertitel und den Aufstieg nun erst am letzten Spieltag. Freienbach tritt dann beim sorgenfreien Frauenfeld an, Kosova empfängt den jetzt feststehenden Absteiger Uster. Der Rückstand der Höfner beträgt aktuell noch einen Punkt  -  die blamablen Niederlagen je in der Nachspielzeit gegen den Tabellenletzten St. Margrethen und das arg kriselnde Rüti ZH könnten deshalb mindest doppelt weh tun.

Freienbach – Wil 1900 2 1:0 (0:0).
Chrummen. 110 Zuschauer. SR: Fetaj Besniak.
Tor: 92. Maurer 1:0.
Freienbach: Dabic; Hoxhaj, Di Dio, Hren, Maurer; Döttling, Egger (76. Matt), Straub (44. Museshabanj), Palumbo; Perna (94. Lakna), Syla.
Wil 1900 2: Costantini; Shaqiri, Beka (68. Jonuzi), Schällibaum, Batucca; Uzunovic, Zyba (83. Lupo), Hajrovic, Foniqi; Etemi, Vasquez.
Bemerkungen: Freienbach ohne Bucher, Hrkaolic, Iseni und Stumpo (alle verletzt), Caravà (gesperrt) sowie Ernst (legt Pause ein). Verwarnungen: 14. Beka (Notbremse?-)Hände. 54. Shaqiri (Foul). 74. Hoxhaj (Foul). 80. Perna (Reklamieren). 87. Di Dio und Hajrovic (gegenseitiges Gerangel). 91. Lupo (Foul). Ausschluss: 91. Lupo (Zweite Gelbe für Reklamieren). Präsident Benjamin Fuchs verabschiedet Gregor Baumann, den langjährigen Torhütertrainer.