Weiterer (Arbeits-)Sieg für Freienbach

admin 3. September 2016 Kommentare deaktiviert
Von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Fotos)
Hatten die Höfner gegen die Südthurgauer aus Sirnach in der Vergangenheit meistens Mühe, so galt dies diesmal nur für die erste Halbzeit. Dann setzten sie sich als das aggressivere und bessere Team dank drei Kopfballtoren erfolgreich durch.

Die Gastgeber traten deutlich stärker als erwartet auf, Freienbach  – mindestens bis Anfang zweiter Hälfte -  als ungeschlagener Spitzenreiter noch weniger stark als angenommen. Seine Spieler waren nach dem frühen Führungstor weniger konzentriert, sie liefen zu wenig und hielten den Ball zu lange. Kam dazu, dass seine beiden Sturmspitzen Raffaele Perna (erneut sehr mannschaftsdienlich) und Klurdian Museshabanaj (einsatzfreudig wie eh und je, aber auch mit Ballverlusten) zu oft vergeblich darauf warteten, mit brauchbaren Bällen gefüttert zu werden. Dabei begann die Partie gleich nach dem Geschmack der FCF-Fans: Während Perna Goalie Akin beinahe mit seinem Lobball erwischte, lenkte Mattia Desole den daraus entstandenen Eckball mit dem Kopf zum Führungstreffer in die Maschen. Der Ausgleich durch Enack Kilafu  – die Höfner Verteidigung brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone -  war dann auch eine Folge des Nachlassens und zur Pause das gerechte Resultat.

Höfner fanden besser ins Spiel

Nachdem auch die ersten zehn Minuten nach der Pause eine für Freienbach vorerst weiterhin  zähe Angelegenheit waren, begann der Ball in ihren Reihen plötzlich besser zu laufen, und sie hatten damit auch deutlich mehr offensive Spielanteile. Das führte innerhalb von fünf Minuten denn auch zu zwei völlig identischen Spielzügen, aber mit unterschiedlichen Abschlüssen. Beide Male wurde auf der linken Angriffsseite Ivan Palumbo lanciert, der mit dem Ball am Fuss unwiderstehlich auch noch dem letzten Abwehrspieler davon lief und mustergültig flankte. Traf Perna dabei beim ersten Mal mit dem Kopf noch unglücklich nur den Pfosten, so war er bei der Wiederholung erfolgreicher: Wieder mit dem Kopf traf er zum erneuten FCF-Führungstreffer. Und auch eine zweite Aktion sollte sich noch wiederholen: Nachdem Torhüter Akin nochmals einen Lobball, diesmal von Palumbo, wieder über sein Tor lenken konnte, verwertete Perna erneut mit dem Kopf. Dieses dritte Tor für Freienbach hätte noch nicht die endgültige Entscheidung bedeuten müssen, wenn der grosszügig leitende Schiedsrichter eine diskutable Intervention von Goalie Miro Dabic während der Sirnacher Schlussoffensive mit Penalty bestraft und der Einheimische Andrea Patelli seine sogenannt Hundertprozentige allein vor dem Tor in diesem noch untergebracht hätte.

So konnten denn nach Schluss dieser Begegnung auch zwei abgedroschene Fussball-Plattitüden herbemüht werden: Freienbach verwaltete in den letzten Minuten erfolgreich seinen Zweitorevorsprung, Sirnach rannte vergeblich dagegen an  -  und wer auch solche (grösstenteils) zähen Spiele gewinnt, bleibt vorne. Dies bleiben die Höfner nach vier gespielten Runden mit dem Punktemaximum und dem überragenden Torverhältnis von 15:3 (wovon zwei Gegentreffer Penaltys waren und lediglich ein Tor im laufenden Spiel kassiert werden musste). 

Sirnach – Freienbach 1:3 (1:1).
Kett. 120 Zuschauer. SR: Bojan Jerkic.
Tore: 3. Desole 0:1. 17. Kilafu 1:1. 59. Perna 1:2. 73. Perna 1:3.         
Sirnach: Akin; Kononenko, Prenrecaj, Samina, Chiavuzzi; Vondracek, Emini (86. Saliu),  Sassi (77. Aykac); Patelli, Cenigiz (56. Manz),  Kilafu.
Freienbach: Dabic; Hoxhaj (70. Ahmeti), Di Dio, Desole, Bucher; Döttling (62. Maurer), Egger (62. Caravà), Hren, Palumbo; Perna, Museshabanaj.
Bemerkungen: Sirnach ohneTruong (verletzt) sowie Celenk, Lotanto, Marku und Zefi (alle abwesend).
Freienbach ohne Ernst und Ocaña (beide verletzt), Iseni (abwesend) sowie Baumann (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 27. Kilafu (Reklamieren). 50. Emini (Foul). 61. Samina (Reklamieren). 88. Bucher (Reklamieren). 15. Tor von Perna wegen Abseits annulliert.

Urs Fritschi, Trainer FC Freienbach: „Nach dem guten Anfang und sofortigen Führungstreffer glaubten meine Spieler in der Folge vorerst an einen vermeintlichen Selbstläufer. Arbeitssieg? Ja, aber schlussendlich ein verdienter!“

Andreas Alder, Trainer FC Sirnach: „Mit Freienbach hat die aggressivere Mannschaft gewonnen  -  das müssen meine jungen Spieler noch lernen. Dass der Schiedsrichter auf hohem Niveau laufen liess, kam dem aggressiveren Team zusätzlich entgegen.“