Vorschau: Vierter und ultimativer Spitzenkampf für Freienbach

bfuchs 22. Oktober 2014 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Archivfoto)

Dank beeindruckender Konstanz und Durchschlagskraft (ausgenommen ganz oder teilweise die Spiele gegen Mels zu Hause sowie Arbon 05 und vor allem Amriswil auswärts) belegen die Höfner auch nach elf gespielten Runden den Spitzenplatz. Diesen gilt es nun ein weiteres Mal zu verteidigen. Und das gegen den direkten und am stärksten eingeschätzten Konkurrenten um die Führungsposition. Waren dies bis anhin Uster und Kreuzlingen auf dem Chrummen sowie dazwischen Linth 04 im Glarnerland, die dem Leader an den Kragen wollten, kreuzt jetzt der gegenwärtig Zweite, das überaus starke Team von Frauenfeld, in Freienbach auf.

Hinten und vorne äusserst starke und homogene Mannschaft

Ein oberflächlicher Blick in die Statistik der Thurgauer könnte jedem Gegner das Fürchten lernen. Mit 25 geschossenen Toren (darunter einem 6:0, einem 6:1 und einem 4:0) verfügt das Team nach Kreuzlingen über den zweitbesten Angriff sowie mit nur acht Gegentreffern gar über die mit Abstand beste Defensive und damit über einen Wert, der absolute Spitzenmannschaften auszeichnet. Diesen beeindruckenden Zahlen stehen aber auch Resultate gegenüber, welche die Stärke der Hauptstädter zu relativieren vermögen und den Gegner hoffen lassen. So zog Frauenfeld in Mels den Kürzeren (0:2), spielte zu Hause gegen Sirnach (1:1), Arbon 05 (0:0) und am letzten Samstag gegen Amriswil (2:2) unentschieden und trennte sich auch in Wil 1900 2 gegen dessen am Ende nur noch neun Mann lediglich remis (0:0). Die Thurgauer und die Höfner scheinen diesbezüglich Gemeinsamkeiten aufzuweisen: besonders stark zu sein gegen Spitzenteams und Mühe zu haben gegen vermeintliche Aussenseiter. So gesehen, dürfte auf dem Chrummen theoretisch ein ausgeglichenes, hart umkämpftes Spiel zu erwarten sein.

Gefestigter Leader weiterhin Spitze?

Seit sechs Spielen hintereinander auf eigenem Platz ungeschlagen, kann Freienbach auch gegen dieses imponierende Frauenfeld zuversichtlich antreten. Dies umsomehr, als offensichtlich  – das Spiel gegen Kreuzlingen hat es bestätigt -  Torchancen wieder effizient genützt werden können. Diese Qualität ist allerdings aber doch noch als labil-anfälliger einzustufen als die bis jetzt fast durchgehend stets kompakte Mannschaftsleistung und vor allem die ausgezeichnete defensive Arbeit. Das Spiel gegen die Thurgauer scheint von den Voraussetzungen her das bisher delikateste der Saison zu werden und lässt alle Möglichkeiten (1, X oder 2 im Totojargon) offen, von einem Punktevorsprung nach dem Spiel auf diesen starken Konkurrenten von fünf (bei einem Sieg), über den Status quo von zwei (bei einem Unentschieden) bis zu einem Rückstand von einem Zähler (bei einer Niederlage). Die Ausgangslage ist spannend  -  das Spiel verspricht auch, dies zu werden.

 

Freienbach – Frauenfeld, Samstag, 25 . Oktober, 1630 Uhr, Chrummen