Vorschau: Schwieriger Gang für Freienbach

admin 29. Oktober 2016 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Archivfoto)

Mit der Reise nach Wil begegnet der Leader einem Team, das ihm in der Vergangenheit offensichtlich nicht lag: Zweimal – einmal sogar entscheidend, als es um die Spitze und den allfälligen Aufstieg ging -  zogen die Höfner auf dem dortigen Kunstrasen-Spielfeld den Kürzeren.

Wil daheim noch ungeschlagen

Nach makellosem Start mit zwei Siegen musste sich das Team von der Tabellenspitze verabschieden und stürzte zwischenzeitlich auf den neunten Tabellenrang ab. Dies dann nach fünf Unentschieden, drei Niederlagen und lediglich noch einem Vollerfolg. Entstanden die drei Verlustpartien allesamt auf fremdem Grün, so blieb man  - das doch bemerkenswert und als spezielle Warnung an die Höfner -  zu Hause mit zwei Siegen und vier Remis ungeschlagen, wobei das 2:2 gegen das stark gestartete Frauenfeld und das überdeutliche 5:0 gegen Kreuzlingen ganz besonders aufgefallen sind. Stellt man auf die Statistik ab, so liegt die Stärke des Teams eher in der Defensive, hat man doch bisher weniger Gegentore als der Leader Freienbach kassiert.

Delikate Ausgangslage für den FCF

Nach der in der Nachspielzeit unglücklichen Niederlage in Rüti ZH büssten die Höfner auch im Heimspiel gegen Uzwil zwei weitere Punkte ein. Dreimal gerieten sie dabei in Rückstand, dreimal konnten sie wieder ausgleichen. Sie bewiesen damit ihre intakte Moral, aber auch, dass  - wie auch zuvor -  das Defensivverhalten nicht stimmt: Wie in Rüti wieder drei Gegentore und durchschnittlich bis anhin 1,73 erhaltene Treffer sind keine guten Werte. Führende Teams weisen maximal ein Tor auf pro Partie, Spitzenteams tendieren aktuell sogar gegen 0,5. Das Spiel gegen den „Angstgegner“ und auf Kunstrasen in Wil wird auch aus personellen Gründen schwierig: Sandro Caravà, Pleurat Hoxhaj und Raffaele Perna werden gesperrt fehlen (auch wenn die Karten bei den Schiedsrichtern zu locker sitzen, so werden doch unnötige für Reklamieren und Unsportlichkeiten kassiert), Philipp Ernst wird noch nicht einsatzbereit sein. Und der Vorsprung auf die nächsten Verfolger in der Tabelle ist auf zwei resp. drei Punkte geschrumpft. Im Fall einer Niederlage droht nach zwölf Runden gar der Verlust der Leaderposition.

Wil 1900 2 – Freienbach, Sonntag, 30. Oktober, 1600 Uhr, Bergholz