Vorschau: Findet Freienbach rechtzeitig aus dem Loch?

admin 8. April 2017 Kommentare deaktiviert

von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Archivfoto)

Nach den Begegnungen mit Schaffhausen 2 und St. Margrethen treffen die Höfner mit Sirnach bereits wieder auf einen Gegner aus dem hinteren Tabellenteil (die Ausnahme machte der FC Kreuzlingen). Während die Munotstädter letztlich klar, aber zu hoch geschlagen abziehen mussten, hat man sich im Rheintal beim Tabellenletzten eine regelrechte Blamage eingehandelt.

Diesmal frühzeitig erwachter und offensichtlich erstarkter FC Sirnach

Die Thurgauer lagen in jüngster Zeit tabellenmässig meistens knapp über oder unter dem Strich und brachten es aber regelmässig fertig, sich rechtzeitig noch so zu steigern, dass sie nicht in den Abstiegsstrudel gerieten. Diesen Weg scheinen sie aktuell schon frühzeitig beschreiten zu wollen. Blieben sie in der Vorrunde in 13 Spielen sechs Mal ungeschlagen, so sind sie dies bisher in allen drei Rückrundenspielen (je ein Unentschieden gegen Wil 1900 2 sowie doch überraschend in Frauenfeld und zuletzt gegen Schaffhausen 2). Der Blick in die Statistik zeigt allerdings auch, dass sie von bisher acht Auswärtspartien keine einzige gewinnen und vier (in Schaffhausen und bemerkenswert in Kreuzlingen, Rüti ZH und eben jüngst in Frauenfeld) remis gestalten konnten. So gesehen, und aufgrund aller statistischen Voraussetzungen, müsste es doch einer Überraschung, ja einem Coup, gleichkommen, sollte ihnen nun ausgerechnet auf dem Platz des Tabellenführers der erste Auswärtssieg dieser Meisterschaft gelingen.

Rückbesinnung auf die Konstanz und Stärken

Dass der hohe Sieg gegen Schaffhausen getäuscht hat, hat das in letzter Sekunde noch glücklich erkämpfte Unentschieden gegen Kreuzlingen  - ein Gegner allerdings von anderem Kaliber -  und noch viel mehr die Niederlage im Rheintal bestätigt. Dieser Auftritt war völlig ungenügend (das vermag auch der Ausfall wichtiger Stammspieler nicht zu entkräften), auf dem Weg von hinten nach vorne war man während 94 Minuten uninspiriert, fahrig und wirkungslos. Und vor allem fehlte  - im Gegensatz zum Tabellenletzten, der dann auch dafür belohnt wurde –   jegliches Feuer. Der einst auf die nächsten Verfolger stolze Vorsprung von  sieben und mehr Punkten ist mittlerweile auf noch deren vier geschmolzen und wird schnell ganz weg sein, wenn man nicht  ab sofort auf die konstant guten Leistungen und Tugenden der Vorrunde  zurück findet. Ob dabei wohl auch der nach dem Spiel in St. Margrethen deutliche Missfallensappell des Captains Wirkung zu erzielen vermag?

Freienbach – Sirnach, Sonntag, 9. April, 1430 Uhr, Chrummen