Uster gelingt Revanche in Freienbach

bfuchs 6. Oktober 2013 Kommentare deaktiviert

 

Von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Fotos)

Die Begegnung auf an diesem Spätnachmittag mässigem Niveau entschied schlussendlich der Remis-Spezialist Uster knapp für sich, weil er konsequent im Rahmen seiner Möglichkeiten spielte, seine zweitbeste Defensive der Gruppe auch ohne seinen Abwehrturm Disler (fast) dicht hielt und Freienbach nicht effizient war, zudem eine ungenügende Passqualität aufwies  und in der Schlussphase zudem kein Glück bei zwei Aluminiumtreffern hatte.

Die erste Halbzeit, in der die Höfner mit aggressiverem Zweikampfverhalten und die Zürcher Oberländer mit möglichst sorgsamem Ballhalten und sicherem Spiel vorwiegend hinten durch auffielen, endete wohl mit einem Chancenverhältnis von 6:2 für die Gastgeber (bei diesen durch dreimal Sego, zweimal Greiler und einmal Ernst), aber mit der 0:1-Führung durch die Gäste (einen subtilen Ballabtropfer drosch Stavros Simzakis sehenswert aus 20 Metern unhaltbar in Goalie Martys Maschen). Dies eigentlich unlogisch bei einem halben Dutzend guter und bester Möglichkeiten  -  logisch aber bei der Höfner Abschlussschwäche.

Dementsprechend fiel denn auch das ebenso knappe wie klare und wahre Matchfazit von Trainer Jakob Turgut  - „Den Match haben wir mit den vielen unverwerteten Torchancen, wovon drei hochkarätigen, in der ersten Hälfte verloren“ -  aus.

Freienbach zu lange harmlos und auch ohne Glück

Der Trainer hatte auch deshalb recht, weil sein Team dann bis zur 85. Minute (da traf der einmal mehr vorgespreschte Sanchez mit seinem sattem Distanzschuss unhaltbar für Torhüter Bünter in dessen linke untere Torecke) überhaupt nichts Zwingendes, geschweige denn etwas Zählbares, zustande brachte, sich erst darauf hin wohl Chancen fast am Laufmeter erspielte (durch je zweimal Wühler Sandro Calendo und Freistossspezialist Meier, den (zu) spät eingewechselten schnellen Bickel und Schwerarbeiter Greiler), dabei aber nicht mehr zu reüssieren vermochte. Mit allerdings auch zweimal Pech, bei einem Lattenstreifer von Bickel und einem Lattenschuss von Meier   -   einmal aber auch mit Glück und dank dem Können von Marty, der dem allein vor ihm auftauchenden Toma in höchster Not noch erfolgreich in dessen abschlussbereiten Füsse tauchen konnte. Das Spiel war zum Zeitpunkt dieses zu späten FCF-Aufbäumens jedoch  bereits vorentschieden. Das aufgrund des Spielverlaufs intuitiv aufgekommene Gefühl, dass eher die Zürcher ihre Führung erhöhen als die Schwyzer ausgleichen werden, hatte nämlich nicht getrogen: Tiscar nickte einen Cornerball präzis und unhalt-bar für Marty schon frühzeitig ein.

 

Ohne die Leistung und den Erfolg von Uster schmälern zu wollen, meint denn Captain Philipp Ernst, „hätten wir im Normalfall dieses Spiel sicher nicht verloren“. Er tippt damit auch und vor allem das mangelnde Abschlussvermögen an sowie die offensichtliche Tatsache, dass im Moment nicht alle Akteure ihre volle Leistung bringen. Für Erfolge und einen Spitzenplatz braucht es mehr.

 

Freienbach – Uster 1:2 (0:1).

 

Chrummen. 110 Zuschauer. SR: Daniel Lopez.

Tore: 17. Stavros Simzakis 0:1. 66. Tiscar 0:2. 85. Sanchez 1:2.

Freienbach: Marty; Dotlo (46. Kälin), Disch, Will, Sanchez; Greiler, Mioc, Meier, Reiffer (83. Bickel); Sego (71. Sandro Calendo), Ernst.

Uster: Bünter; Aprile, Murati (71. Demasi), Von Aarburg, Mercan; Krapf, Bürger (81. Bonfardin), Laski, Tiscar; Stavros Simzakis (77. Surdulli), Toma.

Bemerkungen: Freienbach ohne Barreiro, Forrer, Lenherr und Mario Schnyder (alle verletzt). Uster ohne Disler und Serafini (beide verletzt), Trainer Schyrr und Muslijaj (beide abwesend) sowie Apostolos Simtsakis (noch nicht spielberechtigt). Verwarnungen: 19. Meier und Murati (gegenseitige Unsportlichkeit). 59. Disch (Foul). 63. Kälin (Foul). 74. Bürger (Foul). 89. Demasi (Spielverzögerung). 96. Krapf (Reklamieren). 80. Tor Uster wegen vorangegangenem Foul aberkannt.