Trotz Punkte-Nuller weiterhin Tabellenführer

admin 3. Mai 2015 Kommentare deaktiviert

Von Bruno Füchslin (Text und Bilder)

Weil Frauenfeld gegen Tabellenschlusslicht Chur 97 unentschieden spielte, hat die Freienbacher 1:3-Niederlage gegen Linth 04 auf die Ranglistenpositionen der Tabellenspitze keinen Einfluss.

 

Mit zwölf Punkten Differenz zu Gunsten des gastgebenden Tabellenführers war die theoretische Favoritenrolle vorab gegeben. Die praktische Umsetzung auf dem Feld erwies sich indes so einfach nicht und verkam am Ende gar zu einem nicht eingeplanten Nuller.

Eine erste Aufregung erwies sich als doch keine: Der aus dem Mittelfeld lancierte Daniel Feldmann blieb, solo vor Marty auftauchend, an Freienbachs per Fussabwehr klärendem Schlussmann Marty hängen (8.).

20 Minuten später knabberten die Emotionen an den Gemütslagen: Im Anschluss an den zweiten Glarner Eckball soll – gemäss Verdikt von Schiedsrichter Leo Stolz – FCF-Mittelfeldspieler Mioc das Leder mit der Hand gespielt haben. Dass ein Händevergehen vorlag, war unbestritten. Ob aber Mioc oder dessen Kopfball-Gegenspieler unkorrekt spielte, liess sich im Augenblick des Geschehens eher kaum klar definieren. Die bis zur Pause bestehende Glarner Führung – Kulaksizoglu verwandelte den Strafstoss sicher – war von diesem Geschehen her doch eher glücklich.

 

Zu stereotype Angriffe

War der erste Treffer (eventuell) geschenkt, liess sich dies beim zweiten – dem Freienbacher Ausgleich – ebenso konstatieren: Linths Schlussmann Redzepi sah seinen fast einzigen Fehler dieser Begegnung vom eingewechselten Museshabanaj zum Ausgleich verwertet (71.). Vorausgegangen waren die stärksten Offensivminuten der Höfner, die ihren Höhepunkt in einer Direktabnahme Meiers, nach Reiffer-Flanke, von Redzepi vernichtet wussten (56.).

Nach Linths erneutem Führungstreffer – er fiel nur fünf Minuten nach dem Ausgleich; auf eine weite Flanke stand Zukic so gut wie allein im hinteren Raum – wurde die Aufgabe gegen die gut strukturierte Glarner Abwehr schwierig. Ihr kam entgegen, dass Freienbach 90 Prozent seiner Angriffe über die linke Seite laufen liess und die rechte so gut wie nie ins Momentum mit einbezog. Auch wenn Rechtsfüssler von der Physiognomie her logischerweise eher nach links spielen, fehlten dem FCF auch dadurch so dringend gesuchte Überraschungsmomente.

Die Niederlage war nach 83 Minuten endgültig besiegelt: Ein seitlicher Freistoss der Glarner wurde per Doppelkopfball inmitten des FCF-Abwehrzentrums von Linth-Verteidiger Stefl relativ problemlos eingenickt.

 

Freienbach – Linth 04 1:3 (0:1)

Chrummen. 210 Zuschauer. SR: Leo Stolz.

Tore: 30. Kulaksizoglu (Handspenalty) 0:1. 71. Museshabanaj 1:1. 76. Zukic 1:2. 83. Stefl 1:3.

Freienbach: Marty; Bucher, Will, Disch, Maurer; Sanchez (65. Barreiro), Schnyder, Disch, Reiffer; Meier, Sego (61. Museshabanaj).

Linth: Redzepi; Schindler, Stefl, Kulaksizoglu, Schiesser; Stokic (82. Gössi), Hauer, Rahimic; Ismaili (29. Zukic); Daniel Feldmann (68. Aykac), Hoffmann.

Bemerkungen: Freienbach ohne Hoxhaj (gesperrt), Eberhard (abwesend) sowie Greiler, Kälin, Abegg, Ziltener und Sandro Calendo (alle verletzt). Linth ohne Hofer (gesperrt), Reshani (krank) sowie Antoniazzi und Marco Feldmann (beide verletzt). Verwarnungen: 27. Mioc (Handspiel). 34. Schiesser (Foul an Sanchez). 44. Stokic (Foul an Mioc). 88. Zukic (Foul an Barreiro). Corners 5:2 (2:2).