Rückblick 1. Mannschaft: Freienbach noch innerhalb der Zielsetzungen

admin 7. November 2018 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Text) und www.manusfotovideoart.ch (Archivbild)

Bei den Zielsetzungen „Im Aufstiegsrennen mitspielen“ (Sportchef Roger Egger) und „Rang zwischen drei und fünf“ (Präsident Benjamin Fuchs) sind die Höfner auf Kurs, aber nicht auf Vorjahresniveau.

Statt der Gruppe 6 wurde Freienbach neu der Gruppe 5 zugeteilt, die Mannschaft musste sich vorwiegend westwärts ausrichten und bekam es bis auf drei Ausnahmen (Dulliken, Einsiedeln und Muri) mit unbekannten Gegnern zu tun. Die neun Spielerabgänge wurden vorerst nur quantitativ kompensiert mit acht Zugängen. Vor allem die Achse mit Torhüter Dabic als sicherer Rückhalt, Palmiro Di Dio als kopfballstarker Abwehrchef, Pleurat Hoxhaj als erfahrener und Olivier Maurer als aggressiver Aussenläufer sowie Raffaele Perna als Goalgetter konnte nicht vollwertig ersetzt werden. Di Dio zog sich als Aktivspieler zurück und konzentrierte sich (mit Aiusnahme von zwei Kurzeinsätzen) allein auf das Traineramt, unterstützt vom neuen Assistenten, Ex-Spieler Ivan Palumbo.

Ab der achten Runde war augenfällig, dass das neue Team zusammengefunden hat. Auch wenn vier Gegentreffer mehr wie zu gleicher Zeit in der Meisterschaft 2017/18 entgegen genommen werden mussten, so war die Defensive der bessere Mannschaftsteil. Wohl war die Mannschaft in der Vorwärtsbewegung vielfach überlegen, aber es fehlte besonders ganz vorne am Durchsetzungsvermögen, an der Effektivität und Effizienz. Man gelangte zu wenig in den Strafraum des Gegners und kam seltener zum Abschluss. Das war dann im zweiten Teil der Vorrunde besser, der Torverhältnis-Vergleich mit der Vorrunde der vergangenen Saison von 31:15 zu aktuell 25:19 bestätigt diese Feststellungen. Mit der Anzahl der Gegentreffer ist man Gruppenvierter, bei den erzielten Toren nur –achter.

Die Torschützenliste wird angeführt von Marsel Stevic mit sieben Einschüssen vor Mirko Döttling, Norbert Frrokaj und Nikolaj Gavric mit je drei Toren. Mit dieser Anzahl von Treffern belegt man in der allgemeinen Torschützenliste keine vorderen Plätze, was ebenfalls auf die Abschlussschwäche hin deutet. Es fehlt ein zweiter waschechter und kopfballstarker Stürmer.

Vor allem zu Beginn lastete auf dem Team wiederum die Hypothek der zu vielen Strafpunkte für gelbe und rote Karten, die Plätze kosten kann. Im Moment bedeutet das einen Verlust von einem Rang. Der Trend ist allerdings positiv, die Anzahl hat abgenommen, vor allem, besonders erfreulich, die kontraproduktiven Strafen für Reklamieren.

Mit den durchaus möglichen acht Mehr-Punkten  - dies mehr als Spielerei gedacht -   bei den Heimspielen gegen Wangen b.O. sowie Muri (je zwei) und je zwei weiteren bei den buchstäblich in letzter Sekunde zugelassenen Ausgleichstreffern bei den Eagles in Aarau sowie gegen Wohlen 2 –  käme man auf 33 Zähler und wäre damit Gruppenprimus. Weil aber am Ende des Spiels die Realität auf dem Platz zählt und nicht das Konjunktiv, der Fussball auch kein Wunschkonzert ist, steht man zur Halbzeit eben auf dem fünften Rang. „Doch die Meisterschaft wird sowieso erst in der Rückrunde entschieden“, so Assistenztrainer Ivan Palumbo.