Punktgewinn in letzter Minute

admin 16. August 2015 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Bilder)

Das Duell zweier Verlierer der Startrunde endete am Ende einer spannenden Begegnung mit einem alles in allem gerechten Unentschieden, wobei es vor allem die beiden Torhüter waren, die den Punkt für ihr Team buchstäblich festhielten.

Das Spiel begann mit einer mehrminütigen Druckperiode der Höfner und deren daraus resultierendem Führungstreffer: Iseni traf nach einem erzwungenen Freistossball aus 20 Metern präzis ins hohe Eck. Während Freienbach dann bis zum Pausenpfiff weiterhin deutliche Vorwärtsvorteile aufwies, verdiente sich St. Margrethen den Ausgleich (Hajrullahu konnte eine Freistossflanke unbedrängt einköpfeln) mit seinen lediglich vier bevorzugt über die linke Abwehrseite der Besucher im exakten Achtminutenrhythmus vorgetragenen, aber jedes Mal brandgefährlichen Konterangriffen.

Niederlage in den letzten Sekunden abgewendet

Wie in der ersten Hälfte waren die Höfner auch zu Beginn der zweiten exklusiv am Drücker. Und sie hatten in der Folge auch weiter offensive Vorteile, aber weniger klare Torchancen als die St. Galler. Aus deren nun sieben Konter-Möglichkeiten resultierte vorerst ein Foulpenalty, den, von Alves Gomes platziert getreten, Torhüter Carlo Marty aber reaktionsschnell aus der tiefen Ecke fischte, und ihr Führungstreffer durch Forgia. Marty, am letzten Sonntag bei der Niederlage gegen Seefeld ZH noch zweimal unglücklich agierend und dafür kritisiert, glänzte zudem bei den anderen Möglichkeiten, machte sie teils brillant zunichte. Ebenso brillant wehrte auf der Torlinie sein Gegenüber Konjaric beim Stand von 1:1 gegen Abschlussversuche aus nächster Nähe von Maurer und Ernst, die männiglich schon erfolgreich wähnten. In der Schlussminute war dann aber auch er noch machtlos: Ocaña schloss ein letztes FCF-Aufbäumen mit dem Ausgleichstreffer ab in einem unterhaltsamen Spiel, das kurz zuvor für sein Team noch fast sicher als spät verloren schien.

U.a. elf Karten in der Begegnung gegen Seefeld ZH, zehn nun in St Margrethen in durchaus nicht groben Rencontres: Mindestens die kritische Frage soll für einmal erlaubt sein, ob die (durchschnittlich zu jungen?) Schiedsrichter noch nicht präventiv zu wirken vermögen, nicht differenzieren können und zwangsläufig noch fehlende Persönlichkeitswerte damit zu kompensieren versuchen?

St. Margrethen – Freienbach 2:2 (1:1).

Rheinau. 100 Zuschauer. SR: Franjo Maracic.

Tore: 4. Iseni 0:1. 16. Hajrullahu 1:1. 88. Forgia 2:1. 92. Ocaña 2:2.

St. Margrethen: Konjaric; Manuel Enzler (69. Axhija), Stojanac, Canzian Da Silva, Popadic; Hajrullahu, Cetinkaya, Forgia; Memeti, Alves Gomes (78. Lukic), Maliqi.    

Freienbach: Carlo Marty; Bakolli (88. Bucher), Disch, Materazzi, Auf der Maur (55. Museshabanaj); Palumbo, Ocaña, Iseni, Maurer; Ernst, Kurt Marty (76. Kälin).

Bemerkungen: St. Margrethen ohne Abazi (abwesend). Freienbach ohne Döttling und Calendo (beide verletzt), Hoxhaj (gesperrt) sowie Baumann (2. Mannschaft). Verwarnungen: 40. Canzian Da Silva (Foul). 45. Palumbo (Foul). 58. Alves Gomes (Reklamieren). 61. Museshabanaj (Penaltyfoul). 61. Popadic (Foul) und Disch (Reklamieren). 67. Maurer (Foul). 70. Bakolli (Foul). 84. Maliqi (Foul). 92. Materazzi (Foul). 62. Carlo Marty hält Penalty von Alves Gomes. Rudelbildung nach Spielende.