Minimaler Pflichtsieg für den Leader Freienbach

admin 26. April 2015 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Fotos)

Gegen das stärker als ein Tabellenletzter aufspielende Chur 97 verdienten sich die Höfner die drei Punkte mit ihrem besseren Auftritt in der ersten Halbzeit. Aufgrund des klaren Chancenplus der Bündner nach dem Tee wäre ein Unentschieden das mögliche und gerechtere Verdikt gewesen.

In diesem nervösen, bis zum Schlusspfiff hektischen Spiel hatte Freienbach in der ersten Hälfte mehr vom Spiel und war auch mehr in der gegnerischen Hälfte als die Bündner. Klare Möglichkeiten blieben dabei aber Mangelware: die erste, ein Abschluss von Reiffer gleich zu Beginn, wurde von Torhüter Ryffel reaktionsschnell in Corner geboxt, die zweite  - nach einem Querpass von Sanchez entlang der Fünferlinie -  verpasste Greiler knapp. Bester FCF-Mannschaftsteil war zu diesem Zeitpunkt das kompakt stehende Mittelfeld, in dem Mioc mit seiner Kopfballstärke und als Schaltstation noch zusätzlich positiv auffiel. Besonders sehenswert auch der Führungs- und letztlich Siegtreffer der Höfner: Sanchez tanzte nach dem Sololauf in den Sechzehner seinen Gegenspieler gekonnt aus und schoss unhaltbar ein.

 

Chur 97 wiederholt nahe am Ausgleich

Während Freienbach auch nach dem Tee etwas mehr offensive Anteile aufwies  - dies aber erneut ohne genügendes Durchsetzungs- und Abschlussvermögen -, hatte Chur 97 deutlich mehr, zum Teil hochkarätige, Torchancen. Dass diese allesamt vergeben wurden, war weniger fehlendes Glück als eigenes Unvermögen, das schon mehr an einen Letztplatzierten erinnerte als das doch positiv überraschende spielerische und kämpferische Auftreten der Bündner (die in dieser Verfassung noch einigen Gegnern zusetzen dürften). Weniger Möglichkeiten für Freienbach hatten im Doppelpack und im Sekundentakt Meier sowie Greiler (ihre Abschlussversuche im Strafraum prallten von irgend einem Bein ab) und Reiffer verpasste eine subtile Sego-Hereingabe nur um Haaresbreite. Während beide Teams vor allem kämpferisch weiter überzeugten, taten dies personell besonders auch der positiv-aggressive Maurer bei den Höfnern und der technisch starke Bündner Akyer. Zudem fehlte bei Freienbach deutlich spürbar der verletzte Mittelfeldmotor und abschlusseffiziente Ernst.

 

Während die Höfner in solchen Spielen gegen einen (vermeintlich) schwächeren Gegner auch schon überhaupt nicht zum Spiel fanden und deshalb wiederholt wertvolle Punkte liegen gelassen haben, liessen sie sich diesmal (auch wenn es gegen Schluss hin noch eine Zitterpartie war) nicht bezwingen. Das ist auch eine (neue) Qualität und eine Legitimierung als Leader in einer Phase der Meisterschaft, wo Schönheitspreise nicht gefragt sind.

 

Chur 97 – Freienbach 0:1 (0:1).

Ringstrasse. 250 Zuschauer. SR: Philipp Lüthi.

Tor: 25. Sanchez 0:1.   

Chur 97: Ryffel, Hanad Beso, Limani (74. Monteiro da Silva), Caluori, Elmer, Joos, Mauro Roberto Da Silva, Cazzato, Akyer, Pola, Christen.

Freienbach: Marty; Hoxhaj, Disch, Will, Maurer;  Sanchez (71. Barreiro), Schnyder, Mioc, Reiffer; José Meier (90. Bucher), Greiler (74. Sego).

Bemerkungen: Chur 97 ohne Bürkli und Sascha Meier (beide verletzt). Freienbach ohne Abegg, Sandro Calendo, Ernst, Kälin und Ziltener (alle verletzt) sowie Eberhard (2. Mannschaft). Verwarnungen: 23. Joos (taktisches Foul). 41. Mauro Roberto Da Silva (Foul). 49. Hoxhaj (Foul). 80. Mioc (Foul).