Knapper Tuggen-Sieg in Freienbach

bfuchs 25. Juli 2013 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus(Text) und Bruno Füchslin (Archivfoto)

Das Testspiel der Höfner gegen die Märchler wurde mit Spannung erwartet, auch wenn von vornherein eigentlich klar war, dass die Vorteile (doppelt höherklassig, schon länger im Training und bereits vier Testspiele bestritten, weniger Absenzen) auf der Gäste-Seite liegen. Der FC Tuggen gewann denn auch, wenn letztlich knapp, verdient das Ausserschwyzer Derby.

 

Während Tuggen das Spiel fast mit der bestmöglichen Formation beginnen konnte, mussten bei Freienbach vier verletzte und sechs abwesende Spieler ersetzt werden. Damit er eine einigermassen schlagkräftige Mannschaft auflaufen lassen konnte, war Trainer Jakob Turgut denn  auch auf drei Gastspieler (Ekoman, Mendes und Toyer) angewiesen.

Die Höfner hielten zu Beginn gut mit und erspielten sich gleich viele Chancen wie ihr renommierter Gegner. Dessen Möglichkeiten waren aber zwingender und klarer: so konnte Torhüter Marty einmal weit ausserhalb seines Sechzehners noch mutig klären und traf Tuggens Neuverstärkung Hämmerli mit seinem 17 Meter-Freistoss nur das Lattenkreuz. Die Gästeführung  - der besonders auffallende und starke Murati traf mit seinem Flachschuss, nachdem Marty für einmal zögerlich wirkte -  entsprach deshalb dem Gesetz der Logik. Nach einer knapp vergebenen Bickel-Chance und längerer Pflege des Höfner Goalies dominierten dann lange Zeit ausschliesslich die Besucher, ohne aber zählbaren Nutzen daraus zu ziehen. In den wieder ausgeglichenen Minuten vor der Pause verzeichneten beide Teams dann je eine hochkarätige Möglichkeit (wieder Marty rettete bei einem Konter von Tuggen, und Reiffer schoss nur knapp am Gehäuse von Gallo vorbei). Und in der Nachspielzeit bauten die Gäste mit einem Foulpenalty, den der (über)eifrige Toyer verursachte, noch ihre Führung aus.

Kaum mehr erwartete FCF-Aufholjagd

Die ersten Möglichkeiten nach dem Tee hatten die Höfner durch Forrer und Ekoman. Dann aber waren 20 Minuten lang nur noch die Märchler in der Offensive und das 0:3  - erneut durch Murati – war wiederum logisch und eine eher zu karge Ausbeute ihrer Dominanz. Dieser Treffer liess die Gastgeber aber ein weiteres Mal keineswegs resignieren, war ihnen eher ein Weckruf. Sie glichen das Spiel wieder aus, kamen vorerst zu teils allerbesten Torchancen (allein zweimal durch Mendes) und dann zu zwei Treffern. Der eingewechselte, junge Pfyl traf, von Captain Ernst mustergültig lanciert, über Torhüter Gallo hinweg kaltblütig in dessen Maschen und  - nachdem wieder Pfyl noch am reaktionsschnellen Goalie scheiterte -  Meier versenkte seinen 22 Meter-Freistoss durch die gegnerische Mauer hindurch zum Anschlusstor und Schlussresultat.

Während Trainer Adrian Allenspach bis auf Bernet (diesmal Ersatztorhüter) im Laufe des Spiels allen anwesenden Spielern eine Einsatzmöglichkeit bot und damit eine weitere Sichtungsmöglichkeit in der Praxis hatte, konnte sein Gegenüber Jakob Turgut bei seiner arg dezimierten Truppe sicher weniger Erkenntnisse gewinnen. Beide Trainer meinen aber, dass ihre Neuzugänge auch noch mehr Spielqualität zur Folge haben könnten.

Freienbach – Tuggen 2:3 (0:2)

 

Tore: 11. Murati 0:1. 46. Schiendorfer 0:2 (Foulpenalty). 62. Murati 0:3. 79. Pfyl 1:3. 88. Meier 2:3.

 

Freienbach: Marty; Ekoman, Toyer, Will, Dotlo; Forrer, Barreiro, Meier, Reiffer (42. Mendes); Ernst, Bickel (61. Pfyl).

 

Tuggen: Gallo; Manca, Tinner, Kulaksizoglu, Russheim, Doda, Schiendorfer, Murati, Santana, Gugelmann, Hämmerli. Eingewechselt ab der 46. Minute Huber, Krasniqi, Peters und Senn, ab der 59. Piperno.

 

Bemerkungen: Freienbach ohne Greiler, Lenherr, Sego und Schnyder (alle verletzt) sowie Sandro Calendo, Stefano Calendo, Disch, Kälin, Mioc und Sanchez (alle abwesend). Tuggen ohne Sabanovic (verletzt) sowie Durand und Grimm (beide abwesend).

 

Das für Samstag, 27. Juli, auf dem Chrummen geplante Testspiel gegen Red Star musste von den Zürchern wegen Spielermangel abgesagt werden.

 

Voranzeige

Drittes Testspiel

Freienbach – Ibach (2. Liga inter)

Dienstag, 30. Juli, 20 Uhr, Chrummen