Kein Schönheitspreis, aber drei Punkte

admin 10. April 2017 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Texte) und Franz Berka (Fotos)

Nach der mehr als dürftigen Leistung und folgerichtigen Niederlage gegen den Tabellenletzten St. Margrethen zeigten die Höfner gegen einen weiteren Strichclub, Sirnach, keine fussballerische Topleistung. Mit der nie nachlassenden kämpferischen Einstellung verdienten sie sich aber den Vollerfolg.

„Mit den drei Zählern sind wir natürlich zufrieden, nicht aber mit der Leistung. Wir finden einfach noch nicht wieder zum effektiven Fussball der Vorrunde zurück.“ Diesem Fazit von Assistenztrainer Mutlu Kakakoc ist nichts beizufügen.

Freienbach hatte in der ersten Hälfte Vorteile im Spiel nach vorne. Und damit auch bei den Chancen durch Taulant Syla, zweimal Klurdian Museshabanaj und Raffaele Perna. Der junge Luca Straub fiel dabei als subtiler Passgeber ebenso auf wie sein ebenso junger, kämpferischer Mittelfeldkollege Kevin Egger. Einer dieser Straub-Pässe führte durch Syla denn auch zum Höfner Führungstreffer. Sirnach checkte anfänglich aggressiv vor, war zudem gut organisiert, kam aber lediglich zu einer einzigen (Freistoss-)Möglichkeit durch Getuart Asani. Diese führte denn auch zum Ausgleich. Ihr lange Zeit Auffälligster und Bester, Enack Kilafu, schoss den Pfostenabpraller erfolgreich ein. Aufgrund der Höfner Vorteile im Spiel nach vorne und der Chancen-Mehrzahl war das Remis zur Pause für die Gäste doch eher glücklich.

Höfner Zwischenspurt brachte den Siegtreffer

25 Minuten lang waren es dann nach der Pause die Südthurgauer, die Vorteile in der Vorwärtsbewegung hatten. In den Möglichkeiten war man vorerst pari, und zwar abwechslungsweise: Syla, dann Kilafu, Perna und nochmals, mit der grössten, der weiterhin eifrige Kilafu. Dann übernahmen wieder die Gastgeber das Zepter und tauchten grossmehrheitlich vor dem untadeligen Gäste-Goalie Igor Pantovic auf. Während dabei zwei grosse Chancen noch zu keiner Resultatänderung führten  - die erste machte eben dieser Torhüter glänzend zunichte, bei der zweiten lupfte Syla das Leder wohl über den Torhüter, aber auch über den Querbalken -, ging der FCF doch noch wieder in Führung. Perna versenkte per Hechtköpfler eine Massflanke des aufgerückten Olivier Maurer zum Schluss- und Siegresultat, wie es die wieder ausgeglichene und hektische Schlussviertelstunde noch zeigen sollte.

Mit diesen hart erkämpften drei Punkten wahrten die Höfner ihren (geschmolzenen) Vorsprung auf die nächsten Verfolger Kosova, Linth 04 und Kreuzlingen. Diesen Vorsprung zu halten, dürfte jedoch nicht leicht sein, fehlen dem Team doch verletzungsbedingt teils länger neben den Stammspielern Philipp Ernst und Jonas Matt neu auch Nicola Bucher, Sandro Caravà sowie Mirco Döttling und der abwesende Filip Hren. Zudem verfügt der von einer langen Verletzungspause zurück gekehrte routinierte Mittelfeldstratege Skelzen Iseni noch nicht über sein potenzielles Rendement.

 

Freienbach- Sirnach 2:1 (1:1).
Chrummen. 250 Zuschauer. SR: Sandro Schmid.
Tore: 26. Syla 1:0. 42. Kilafu 1:1. 75. Perna 2:1.  
Freienbach: Dabic; Hoxhaj, Di Dio, Hrkalovic, Maurer; Museshabanaj (68. Stumpo), Egger (84. Lakna), Straub (68. Iseni), Palumbo; Perna, Syla.
Sirnach: Pantovic; Chiavuzzi, Simoes, Alija, Nico Manz (80. Bytyqi); Remy Manz (70. Cenigiz), Prenrecaj, Trovato, Kilafu (76. Veliu); Asani,  Emini.
Bemerkungen: Freienbach ohne Bucher, Caravà, Döttling, Ernst und Matt (alle verletzt) sowie Hren (abwesend). Sirnach ohne Aydeniz, Arifi, Jadanza und Kononenko (alle verletzt) sowie Ajrizi, Stillhart und Zefi (alle abwesend). Verwarnungen: 74. Iseni (Reklamieren). 83. Asani (Weiterspielen nach SR-Pfiff). 87. Simoes (Foul).