Hart erarbeiteter Auftaktsieg für Freienbach

admin 13. August 2017 Kommentare deaktiviert

von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Bilder)

In der vergangenen Zweitliga-Saison in sämtlichen 22 Spielen ungeschlagen, musste der Aufsteiger Bazenheid gegen die Höfner erstmals wieder das Gefühl der Niederlage kennen lernen. Freienbach erkämpfte sich den wichtigen Startsieg.   

„Das ist ein reiner Arbeitssieg meines Teams“: Dieses Fazit von FCF-Trainer Urs Fritschi stimmt zwar, müsste aber zusätzlich noch mit dem Attribut „glücklich“ ergänzt werden. Aufgrund des Torchancenverhältnisses von 8:6 zu Gunsten der Toggenburger lag für sie auch ein (nicht unverdientes) Unentschieden im Bereich des Möglichen. Schlussendlich machten aber doch die Höfner Abgeklärtheit und Effizienz sowie eben in den entscheidenden Spielphasen auch Glück den entscheidenden Unterschied aus.

Das schon recht kompakte Freienbach trat ab Spielbeginn mit seinen Neuzugängen Branko Bankovic, Nikoilaj Gavric, Mattia Desole, Daniele Fischer und Tiago Ribeiro an. Alle fünf zeigten sich bereits gut integriert und warteten mindestens auch mit einer guten Leistung auf. Dabei setzten sich Bankovic  - nicht nur wegen seines wichtigen, sehenswerten Führungstores –   und Ribeiro mit seiner Entschlossenheit und Dezidiertheit noch ganz besonders positiv in Szene.

Anfängliche FCF-Dominanz belohnt

Ab Spielbeginn dominierten fast 20 Minuten lang voll die Höfner, und mit einer einzigen Ausnahme waren ausnahmslos sie in der Vorwärtsbewegung. So war denn auch ihr Führungstreffer die Folge ihrer Überlegenheit und logisch: Bankovic traf mit einem Freistossball aus 30 Metern, unerreichbar für Bazenheid’s Torhüter Gähwiler, in dessen rechtes oberes Dreieck. Nach seinem erst zweiten Vorstoss mit guter Tormöglichkeit fand Bazenheid danach auch ins Spiel. Dabei schien es, dass Freienbach nicht mehr so offensiv wie anfänglich operierte und möglichweise den Gastgebern damit zusätzlich entgegen kam. Weil die St. Galler auch eine Riesenchance nicht nutzen konnten und die Höfner weiterhin diszipliniert verteidigten, blieb es bei deren (nicht unbedingt) verdienten Pausenführung.

Die St. Galler ohne Abschlussvermögen

In der zweiten Hälfte war Bazenheid nun mehr im Vorwärtsgang und erarbeitete sich auch vermehrt Tormöglichkeiten. Das Spiel war nun vorwiegend  von Kampf geprägt und hatte eher Cupcharakter. Raffaele Perna  - er ist im Moment doch meilenweit von der Form seiner besten Tage entfernt -  fiel eigentlich nur einmal, aber schlussendlich entscheidend, positiv auf: Mit seiner prächtigen Direktabnahme vom Sechzehnereck aus traf er über Gähwiler hinweg in dessen Gehäuse. Das drückende Bazenheid kam anschlissend wohl noch zu guten Möglichkeiten  -  aber nicht zu einem zählenden Abschluss und Anschlusstreffer, der die Partie nochmals spannend(er) hätte machen können. So blieb es beim wichtigen Startsieg für die Höfner  -  einzig getrübt wieder durch, anscheinend unbelehrbar in dieser Unsitte, wiederholtes Reklamieren und (kontraproduktiver) Verwarnungsfolge.

Bazenheid – Freienbach 0:2 (0:1).

Ifang. 150 Zuschauer. SR: Kaj Augstburger.
Tore: 6. Bankovic 0:1. 67. Perna 0:2.
Bazenheid: Gähwiler; Györky, Früh, Titaro, Dilsiz, Ramada (65. Cengiz), Gebert, Kuhn, Mlinaric (78. Gregoric), Gomes (46. Farkas), Schneider.
Freienbach: Dabic; Stumpo (74. Maurer), Ribeiro, Di Dio, Desole (67. Constancio); Döttling (92. Prskalo), Iseni, Fischer, Bankovic; Perna, Gavric.
Bemerkungen: Freienbach ohne Hoxhaj (gesperrt), Egger und Straub (beide beruflich), Matt und Museshabanaj (beide abwesend) sowie Bajrami (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 37. Desole (Foul), 85. Gavric (Reklamieren). 90. Döttling (Reklamieren).