Freienbacher Fast-Blamage beim Drittletzten

admin 22. April 2018 Kommentare deaktiviert

von Willi Jaus

Auch gegen den bisher schwächsten Aufsteiger wurden die Höfner ihrer klaren Favoritenrolle einmal mehr nicht gerecht. Nach gutem Beginn mussten sie dem Strichclub ein wohl verdientes Remis zugestehen.

 „Nach ausgezeichneten 20 Minuten haben wir aufgehört, Fussball zu spielen“. Dies das kurze und voll zuteffende Fazit von Sportchef Roger Egger. Und nach den enttäuschenden restlichen 70 Minuten sei auch noch festgehalten, dass es dem Team offensichtlich an Konstanz fehlt und möglicherweise auch an Klasse, um auf die Dauer ganz vorne mitzuspielen. Subjektiv war Urs Fritschi zum Zeitpunkt seiner Ablösung wohl nicht mehr der richtige Trainer  -  die Mannschaft ist aber seither unter der neuen Führung weder gefestigter noch erfolgreicher.

Guter Höfner Beginn

Freienbach war zu Beginn spielerisch, am Ball und in der Vorwärtsbewegung das klar bessere Team. Die Führung  – ein Kunstschuss aus 16 Metern von Raffaele Perna in die obere Ecke, unhaltbar für Torhüter Dario Caluori -  war denn auch die logische Folge. Daraufhin schalteten die Höfner einen Gang zurück und liessen die Rheintaler  – deren erster Schussversuch auf das Gehäuse von Goalie Miro Dabic in der 22. Minute zu notieren war -  auch ins Spiel kommen. Für ihre erste Torchance benötigten sie gar 43 Minuten, mit der sie jedoch Dabic nicht in Verlegenheit bringen konnten.

Torhüter Dabic verhinderte die Blamage

Ab Beginn der zweiten Hälfte zeigten sich die Rheintaler positiv-aggressiver. Sie liessen den Höfnern am Ball weniger Zeit, und ihr Trainer Francesco Clemente hatte mit der Einwechslung von Helmar Andrade ein gutes Händchen. Dieser war es auch, der massgeblich an einem der schnellen, mustergültigen Konter  - vorwiegend über die rechte Flanke vorgetragen –  beteiligt war, der zum zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich durch Kevin Rohrer führte. In der Folge lieferten sich die beiden Teams eine im Cup-Stil ausgetragene Partie, wobei es die Höfner einmal mehr ihrem besten Mann, Torhüter Dabic, zu verdanken hatten, dass sie eine Partie nicht noch verloren, die sie wie sichere Sieger begonnen hatten.

Unschönes nach Spielende

Negativer Schlusspunkt war dann noch nach Spielschluss die Rote Karte gegen Spielertrainer Palmiro Di Dio wegen Schiedsrichterbeleidigung. Er verstiess damit nicht nur gegen seine Vorbild-Funktion  -  er leistete damit auch einen weiteren Beitrag an die deutliche Höfner „Führung“ bei der Anzahl der Strafpunkte.  Der Schiedsrichter, Valon Marina, war auf jeden Fall besser als ihn Di Dio und ein Teil der (primitiven) Zuschauer gesehen haben wollten und wesentlich besser als mindestens die Mehrzahl der Spieler. Zudem beliess es der Spielleiter bei einem Revanchefoul von Bankovic grosszügig bei Gelb (statt durchaus möglich auch Rot).

Buchs  – Freienbach 1:1 (0:1).
Tore: 19.Perna 0:1. 62. Kevin Rohrer 1:1.
Rheinau. 150 Zuschauer. SR: Valon Morina.
Buchs: Caluori; Solinger, Pascal Schlegel, Venceslau Andrade, Gadient; Vuleta, Cyrill Schlegel (72. Sabljo), Ventura, Raphael Rohrer (86. Demirci), Sturzenegger (46. Helmar Andrade), Kevin Rohrer.
Freienbach: Dabic; Fischer (70. Maurer), Di Dio, Desole, Stumpo; Ribeiro, Iseni;  Döttling (80. Hoxhaj), Gavric, Bankovic; Perna (80. Museshabanaj).
Bemerkungen: Freienbach ohne Egger und Straub (beide verletzt), Constancio (gesperrt) sowie Varela (abwesend) und Bajrami (nicht mehr im Kader). Buchs ohne Meier (verletzt), Leoran Amzi (gesperrt) sowie Kalberer (Ausland), Agan Amzi und Selimi (beide Aufgebot für anderes Team). Verwarnungen: 41. Pascal Schlegel (Foul). 77. Di Dio (Foul). 80. Stumpo (Foul). 83. Bankovic (Foul). Nach Spielschluss: Rote Karte für Di Dio (Schiedsrichter-Beleidigung).