Freienbach von der (Meister-)Rolle

admin 15. März 2015 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Archivfoto)

Kein Aufbäumen nach dem Tiefschlag gegen Kosova: verloren die Höfner vor einer Woche trotz einer akzeptablen Gesamtleistung doch gegen einen wirklich sackstarken Gegner, so unterlagen sie diesmal mit einem vor allem spielerisch, für einmal auch kämpferisch ungenügendem Auftritt gegen ein keinesfalls unbezwingbares Widnau (das aber durchaus verdient gewann).

Voreilige Träume

Bei Freienbach treten gegenwärtig von hinten bis vorne zuviele Spieler an, die formschwach sind und im wahrsten des Wortes zu oft kein Bein vor das andere bringen und die, wenn spielerisch umschalten nötig ist, mental abschalten verwechseln. Mit solch mässigen Leistungen wird man in der Tabelle schnell abrutschen und sind Titel- und Aufstiegsträume (die es doch etwas voreilig hier und da offenbar schon gegeben haben soll) höchstens noch frommes Wunschdenken.

 

Zurück zum Spielgeschehen:

Nachdem die Gäste zu Beginn etwas mehr offensive Anteile hatten, ging Freienbach praktisch aus dem Nichts heraus in Führung: Ernst drückte eine feine Vorlage von Greiler aus fünf Metern ein. Wie die Höfner daraufhin in der Vorwärtsbewegung doch zu dominieren begannen, nützte Widnau vorbildlich effizient zwei Konterchancen zum Ausgleich (Jevtic mit seinem 16 Meterschuss) und Führungstreffer (Bujar Thaqi, der einen von der linken Höfner Abwehrseite unterlaufenen Ball verwertete). Eine kurz vor dem Pausenpfiff nochmals gute Chance (Torhüter Marty machte diese reaktionsschnell zunichte) der Rheintaler rechtfertigte doch deren knappe Führung.

Kurze und vergebliche FCF-Hoffnung

Während Abdoski wenig nach dem Tee seine Riesenchance einen Meter vor dem leeren Höfner Tor noch nicht für die Resultaterhöhung nützen konnte, machte er dies wenig später besser und schoss im Nachschuss dann gültig ein. Mit dem Anschlusstreffer  - Torschütze wieder Ernst, der eine Hereingabe von Maurer satt einschoss -  kam dann eine gute Viertelstunde lang bei den Einheimischen nochmals Hoffnung auf. Aber Nüesch, der sich bei einem Konter gegen einen Verteidiger sowie Marty erfolgreich durchsetzte -   wobei auch dieser Treffer nicht unvermeidbar schien -, setzte dieser Hoffnung aber ein definitives Ende. Einem Aluminiumtreffer von Widnau stand dann in den Schlussminuten noch eine letzte gute Höfner Chance gegenüber: Greiler’s Einschussmöglichkeit prallte jedoch an einem Rheintaler ab.

 

Der Schiedsrichter begann die Partie sehr gut, verlor dann aber seine vorerst konsequente Linie, hörte zunehmend „das Höfner Gras wachsen“ und wertete dabei eigentlich unbedeutende Verbalitäten wiederholt stärker als Foulspiele  -  leider oft ein aktuelles Missverhältnis bei der jungen Schiri-Generation.

 

Freienbach – Widnau 2:4 (1:2).

Chrummen. 90 Zuschauer. SR: Daniel Werder.

Tore: 20. Ernst 1:0. 28. Jevtic 1:1. 35. Bujar Thaqi 1:2. 52. Abdoski 1:3. 57. Ernst 2:3. 75. Nüesch 2:4.      

Freienbach: Marty; Hoxhaj, Mioc, Will, Sanchez; Maurer (74. Museshabanaj), Meier, Barreiro (56. Schnyder), Reiffer (84. Ziltener); Ernst,  Greiler.

Widnau: Frei; Dario Faleschini, Jevtic, Aggeler,  Kuster; Bösch, Lüchinger, Bujar Thaqi (93. Grob), Maliqi (90. Krasniqi); Abdoski (85. Bojaxhi), Nüesch.

Bemerkungen:  Freienbach ohne Abegg, Bucher, Stefano Calendo, Kälin und Sego(alle verletzt). Widnau ohne Irisme, Diego Liechti, Jan Liechti, Sonderegger, Arton Thaqi und Vidallé (alle verletzt) sowie Timo Faleschini und Wawrla (beide abwesend). Verwarnungen: 64 Abdovski (Schwalbe). 69. Kuster (Foul). 70. Schnyder (Reklamieren). 74. Hoxhaj (Hände). 77. Reiffer (Reklamieren). 81. Aggeler (taktisches Foul). 94. Ernst (Reklamieren).