Freienbach verliert zwei weitere Punkte

admin 4. September 2017 Kommentare deaktiviert

von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Bilder)

Nach dem (Ausnahme?-)Tief in Schaffhausen knüpften die FCF-Akteure wenigstens spielerisch und kämpferisch an ihr Anfangs-Hoch in Bazenheid und vor allem gegen Uzwil an. Sie holten damit allerdings gegen Wil 1900 2 trotz (temporärer) Überlegenheit nur einen Punkt.

In den Anfangsminuten dominierten die St. Galler das Geschehen. Dass sie dabei mit drei Eckbällen und weiteren Möglichkeiten nicht in Führung gehen konnten, war besonders das Verdienst des Höfner Goalies Miro Dabic, der zweimal glänzend parierte. Dann fanden endlich auch die Höfner ins Spiel, das eine weitere Viertelstunde absolut ausgeglichen und ohne zwingende Torchancen verlief. Das dritte Viertel gehörte punkto Vorwärtsbewegung grossmehrheitlich Freienbach, ohne dass etwas Zählendes dabei heraus schaute. Mit einem Vorteil-Drittel für die Besucher, einem ausgeglichenen und einem zu Gunsten der Gastgeber und beidseitig nicht zwingenden, wenigen Torchancen war das 0:0 zur Pause das logische Resultat. 

Überlegenheit nicht umgemünzt

Von den Offensivaktionen her dann ein ganz anderes Bild in der zweiten Hälfte. Mit einem Verhältnis von 4:1 auf dem Weg nach vorne, 5:0 Torchancen  und 8:2 Eckbällen sowie einem Perna-Pfostenschuss waren mehr als eindeutig die Höfner die Herren auf der Chrummen. Aber einmal mehr zeigte sich, dass der Fussball nicht (immer) gerecht ist und Spielanteil-Vorteile noch keine Tore garantieren. Im Gegenteil  -  es war Wil, das mit seinem ersten von lediglich fünf Angriffen in der zweiten Halbzeit  - unter Beibehaltung des Viertelstundentaktes der ersten Hälfte –  nach Ablauf einer Stunde in Führung ging. Wie die einheimische Verteidigung den Ball nach einem Eckball nicht weg brachte, traf Eralb Foniqi unhaltbar in Dabic’s rechte untere Ecke. Und eine weitere gute Viertelstunde später war es dann Nikolaj Gavric vorbehalten, die Überlegenheit seines Teams mit seinem ersten Tor für die Höfner mit dem Ausgleich zu belohnen. Seinem präzisen 18 Meter-Flachschuss konnte auch der gute Gäste-Goalie Christian Miesch nichts mehr entgegen halten.

So musste am Spielschluss denn das Fazit gezogen werden, dass es an Effizienz gefehlt hat, das Team noch einen zweiten Stürmer mit Durchschlagskraft braucht, zwei Punkte verloren und nicht einer gewonnen wurde. Und man so das Ziel, den Aufstiegsplatz, nicht erreicht.

Freienbach – Wil 1900 2 1:1 (0:0).
Chrummen. 110 Zuschauer. SR: Davor Nevistic.
Tore: 60.Foniqi 0:1.76. Gavric 1:1.
Freienbach: Dabic; Hoxhaj, Desole, Di Dio, Maurer; Döttling, Gavric, Fischer (78. Iseni), Constancio (84. Ruckstuhl); Perna, Bankovic.
Wil 1900 2: Miesch; Beka, Shaqiri (66. Makia), Foniqi, Ismaili, Uzunovic, Hajrovic, Bartucca, Vargas (87. Selimi), Thaqi (57. Mayer), Lupo.
Bemerkungen: Freienbach ohne Ribeiro (gesperrt), Matt und Straub (beide nicht im Aufgebot), Prskalo (Einsatz zweite Mannschaft) sowie Bajrami (Einsatz Junioren A). Verwarnungen: 32. Beka (Foul). 87. Lupo (Spielverzögerung). 91. Perna (Foul). 95. Bankovic (Reklamieren).