Freienbach verliert das Spiel und den ersten Platz

admin 9. Mai 2015 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Fotos)

Und wieder wartete der FCF mit seiner zeitweiligen Schwäche auf: er zog mit einer teilweise doch eher verhaltenen Leistung gegen einen schwächer eingestuften Gegner den Kürzeren, verlor damit wichtige Punkte im Titelrennen und diesmal, wenn immer noch punktgleich,  aber auch  die Tabellenführung.

 

Trotz offensiver Feldunterlegenheit mit einem entsprechenden Chancenminus haben die jungen Wiler den Sieg nicht gestohlen. Fussball-spielerisch haben sie sich ihn sogar verdient: vor allem in der Defensive waren sie gut organisiert, und mit ihren ballsicheren Kombinationen in den eigenen Reihen boten sie zeitweise fast eine fachliche Lehrstunde. Eine Erklärung für die erneute Freienbacher Niederlage ist sicher die unglückliche Tatsache, dass mit dem derzeit sich in Hochform befindenden Ernst (krank) der durchsetzungsstarke Motor nach vorne und mit Greiler (verletzt) die ganze schnittige Standard-Angriffsspitze der Abteilung Attacke fehlte.

 

Freienbach schlecht belohnt

Bei einem Angriffsvorteil im Verhältnis von 60:40 und 5:3 teils grossen Tormöglichkeiten, wovon zwei penaltynahen, waren die Höfner in der ersten Hälfte dem Führungstreffer bedeutend näher als die Gastgeber. Dass es dann trotzdem sie waren, die diesen erzielten, war nicht nur nicht logisch, sondern auch sehr speziell: der Assistent auf der Gegenseite, vom Dreigespann am weitesten vom Tatort entfernt, zwang Schiedsrichter Nevistic mündlich einen Penaltyentscheid auf. Will soll einem Gegenspieler mit beiden Händen ins Gesicht gegriffen und ihn zu Boden gedrückt haben, wobei erstaunlicherweise eine disziplinarische Bestrafung dafür ausblieb und „nur“ Mioc für Reklamieren die Gelbe Karte zu sehen bekam.

 

Fehlendes Höfner Durchsetzungsvermögen

Noch ausgeprägtere offensive Vorteile (75:25), die in der Mitte der zweiten Halbzeit eine gute Viertelstunde lang gar einem Sturmlauf glichen, erarbeitete sich Freienbach nach dem Tee. Allerdings gerieten seine Bemühungen dabei nun weniger in Gegners Tornähe. Und das deshalb fast ausgeglichene Chancenverhältnis zeitigte denn auch die identische Trefferquote. Vorerst köpfelte Meier einen von Mioc verlängerten Cornerball zum zwischenzeitlichen Ausgleich ein, dann, nur wenig später, erzielte Sivalingam im dritten Anlauf und dabei auch noch Torhüter Marty düpierend den erneuten Wiler Führungs- sowie letztlich auch Siegtreffer. Dies, weil auch die letzte grosse Höfner Möglichkeit schon tief in der Nachspielzeit nichts Zählbares mehr einbrachte (der aufgerückte Maurer vergab allerdings denkbar knapp).

 

Wil 1900 2 – Freienbach 2:1 (1:0).

Bergholz. 150 Zuschauer. SR: Davor Nevistic.

Tore: 45+1. Keller 1:0 Penalty. 52. Meier 1:1. 58. Sivalinga 2:1.   

Wil 1900 2: Albonico; Prenrecaj, Veliji, Breitenmoser, Meissner; Latifi, Gomes Machado, Culanic (72. Bonfardin), Eba Eba; Keller, Sivalingam (91. Ljumani).

Freienbach: Marty; Hoxhaj, Disch, Will, Maurer;  Sanchez (76. Bucher), Mioc, Meier, Reiffer; Barreiro (35. Sego), Museshabanaj (90. Abegg).

Bemerkungen: Freienbach ohne Sandro Calendo, Greiler, Kälin und Ziltener (alle verletzt), Ernst (krank) sowie Eberhard und Schnyder (beide abwesend). Verwarnungen: 6. Latifi (Distanz nicht eingehalten). 8. Museshabanaj (Foul). 45. Mioc (Reklamieren) 68. Sivalingam (Weiterspielen nach SR-Pfiff). 88. Meissner (Foul).