Freienbach verdient sich Punkt in Halbzeit zwei 2.6.12

bfuchs 2. Juni 2012 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus

Wie aufgrund der Voraussetzungen vermutet, wurde die Begegnung zu einer hart umkämpften und, trotz klarem Chancenplus der Gäste, dank der Höfner Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit schlussendlich zu einer ausgeglichenen Begegnung.

Während Frauenfeld zu Beginn praktisch im Minutentakt ins Abseits lief, deutete Freienbach im selben Intervall mit zum Teil nur knapp das Ziel verfehlenden Distanzschüssen seinen Tordrang an. Die-ser zahlte sich nach einer guten Viertelstunde aus: der aufgerückte Ibrulj, von Mattia sehenswert mit dem Absatz frei gespielt, schoss mit seinem satten Schuss unter die Latte unhaltbar zum Führungs-treffer ein. Die Thurgauer agierten weiter offensiv und setzten nach vorerst weiteren Abseitspositionen einen schnellen Konter, den Dodes zum Ausgleich verwertete. Ein Rückwärtsköpfler von Schnyder brachte den völlig allein vor Marty stehenden Mlinaric an den Ball  -  sein Lobball flog wohl über den einheimischen Torwart, aber auch knapp über die Querlatte. Dieser Riesenchance sollten innert vier Minuten drei weitere der Thurgauer folgen, wobei die dritte von Marty reaktionsschnell und risikoreich  – er verletzte sich dabei auch -  ausserhalb seines Sechzehners brillant mit einem Hechtköpfler zunichte gemacht wurde. In der Nachspielzeit erkämpfte sich Forrer im Mittelfeld den Ball, umspielte noch den letzten Verteidiger und schoss aufgrund des mehr als deutlichen Chancenplus der Gäste zur doch sehr schmeichelhaften Pausenführung seines Teams ein.

Nachdem sich die beiden Mannschaften anfangs der zweiten Hälfte vorerst im Mittelfeld neutralisierten, gehörte die erste Grosschance wieder Frauenfeld: der Distanzschuss flog lediglich ans Aluminiumdreieck. Nachdem während einer viertelstündigen Höfner Offensivüberlegenheit Mattia, völlig freistehend, dem Torhüter nur in die Hände schoss, glich der Gast eher unerwartet, aber völlig verdient, aus. Gullo traf im zweiten Anlauf, nachdem die einheimische Verteidigung den Ball wiederholt nicht aus der Gefahrenzone zu spedieren vermochte. In der Folge hatten beide Teams noch Chancen zum Siegtreffer. Die weiteren Höfner Distanzschüsse durch Forrer (dreimal) und Greiler bereitetem dem Gästetorwart einige Mühe oder flogen knapp daneben, eine der erneuten Gäste-Grosschancen lenkte Marty mit den Fingerspitzen gerade noch via Lattenkreuz in Corner. Ein Torerfolg war keinem Team mehr beschieden  -   weder den Höfnern, angetrieben durch seinen unermüd-lichen Captain und Rackerer Ernst, noch den Gästen vor allem durch seinen gefährlichsten Mann, Mlinaric. Während Frauenfeld über das ganze Spiel gesehen ein klares Grosschancenplus aufwies, aber auch rekordverdächtig zehn Mal ins Abseits tappte, wies Freienbach mehr torgefährliche Abschlussversuche, meist aus Distanz abgegeben, auf.

Freienbach – Frauenfeld 2:2 (2:1)

Chrummen. 130 Zuschauer. SR: Luca Piccolo.

Tore: 18. Ibrulj 1:0. 23. Dodes 1:1. 45.+1. Forrer 2:1. 60. Gullo 2:2.

Freienbach: Marty; Kälin, Lenherr, Drmic, Ibrulj (46. Greiler); Ramet (87. Zogejani), Meier, Schnyder, Forrer; Ernst, Mattia (73. Halimi).

Frauenfeld: Wehrli; Signer, Vintem, Marcio Vieira, Brechbühl, Mora, Musaj, Gullo (81. Selmani), Dodes, Mlinaric, Fässler.

Bemerkungen: Freienbach komplett. Frauenfeld ohne Agrostelli, Cerrone, Luis, Ruch, Alex und Andreas Schlauri sowie Schweingruber (alle verletzt), Coutinho (gesperrt) und Ivankovic sowie Filipe Vieira (beide abwesend).Verwarnungen: 41. Schnyder (Foul). 43. Dodes (Foul). 66. Mora (Foul). 68. Vintem (Ball wegschlagen nach SR-Pfiff).  71. Greiler (Foul). 90. Kälin (Zurückhalten). Guter junger Schiedsrichter.