Freienbach nützte Überzahl und Chancen

admin 26. Oktober 2015 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Fotos)

In der Begegnung von zwei ambitioniert in die Meisterschaft gestarteten, bisher aber arg enttäuschendenTeams, siegten die Höfner letztlich ohne Probleme gegen ein allerdings früh dezimiertes Widnau.

 

Für den unentschiedenen Pausenstand benötigten beide Mannschaften Glück. Freienbach war wohl offensiv deutlich überlegen, wies als Folge davon ein klares Chancenplus auf und erzielte daraus denn auch seinen ersten Treffer zum erstmaligen Ausgleich (der aufgerückte Captain Dischköpfelte einen Cornerball unbedrängt ein). Der neuerliche Gleichstand dann gelang ihm durch einen Penalty, der keiner war (Goalie Lenz kümmerte sich am Boden ausschliesslich um den Ball und in keiner Phase um die Beine von Museshabanaj) und dem Torhüter zudem und fälschlicherweise noch die Rote Karte eintrug. Glück warvorher auch Widnau beschieden, dem mit seinen mehr als spärlichen Angriffen effizient zwei Tore gelangen, wovon eines dank dem von Bärlocher durch alle Beine hindurch direkt verwandelten Eckball.

 

Freienbach mit Vorteilen auf der ganzen Linie

Waren die Gastgeber in der ersten Halbzeit bei personellem Vollbestand beider Teams schon offensiv überlegen, so waren sie dies nach der Pause mit einem Mann mehr erst recht und eigentlich logisch. Das wieder deutliche Torchancenverhältniszu ihren Gunsten (gute und beste Gelegenheiten hatten vorerst ohne zählbaren Erfolg Iseni und zweimal Museshabanaj) führte denn auch zwingend zu weiteren Treffern. Zudem beklagte Iseni einen Lattenstreifer und Disch einen weiteren Kopfball ans Dreieck. Die nie aufgebenden, kämpferischenGäste (angeführt von ihrem Besten Julian Bösch, der umsichtig, souverän und mit viel Übersicht agierte) erspielten sich ebenfalls noch gute Chancen, ohne dabei nochmals zu reüssieren. Auch wenn die unglückliche personelle Dezimierung für die Rheintaler der negative Knackpunkt war und das Spiel massgeblich beeinflusste, so dürfen die Höfner doch für sich in Anspruch nehmen, daraus überlegt undgeduldig Nutzen gezogen zu haben. Sichtbare Erleichterung dabei vor allem auch bei Sturmtank Philipp Ernst: endlich traf er wieder gültig in die Maschen, und dies gleich doppelt.

 

Freienbach – Widnau 6:2 (2:2)

 

Chrummen. 160 Zuschauer. SR: Johannes von Mandach.


Tore: 5. Bärlocher 0:1. 13. Disch 1:1. 24. Arton Thaqi 1:2. 46. Hoxhaj 2:2 Penalty. 66. Iseni 3:2. 71. Auf der Maur 4:2. 84. Ernst 5:2. 94. Ernst 6:2.

Freienbach: Merk; Hoxhaj, Disch, Auf der Maur, Maurer; Kurt Marty, Iseni, Bakolli (89. Kälin), Palumbo (77. Baumann); Ernst, Museshabanaj (84. Bucher).

Widnau: Lenz (45. Karabulut); Faleschini, Jan Liechti, Maliqi, Irisme; Nüesch, Arton Thaqi, Bösch, Bujar Thaqi (80. Stella); Bärlocher (84. Sturzenegger), Abdoski (bis 45.)

Bemerkungen: Freienbach ohne Sandro Calendo, Döttling, Eberhard und Carlo Marty (alle verletzt), Ocaña (gesperrt)sowie Materazzi (abwesend). Widnau ohne Frei, Hot, Jevtic und Jung (alle verletzt), Diego Liechti und Lüchinger (beide gesperrt) sowie Sonderegger (krank). Verwarnungen: 11. Palumbo (Weiterspielen nach SR-Pfiff). 45. Irisme(Reklamieren). 51. Bujar Thaqi (Reklamieren). 59. Iseni(Schwalbe). Ausschluss: 45. Lenz (Penaltyfoul/Notbremse!?).