Freienbach nicht zum sechsten Mal ungeschlagen

admin 13. Mai 2016 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Foto)

Beim beidseitigen Bemühen, weiter vom Strich wegzukommen, behielt Sirnach dank besserer Offensive knapp die Oberhand. Von Freienbach kam vor allem in der zweiten Hälfte nach vorne erneut praktisch nichts.

Nachdem FCF-Torhüter Dabic nach 13 gespielten Minuten und während einer kurzen Druckperiode der Sirnacher deren Führungstreffer mit einer brillanten Parade noch verhinderte, musste er sich knappe 60 Sekunden später doch noch geschlagen geben. Samina schoss aus kurzer Distanz ein, nachdem Dabic, zwar wieder reaktionsschnell, aber nur zu kurz nach vorne, abprallen lassen konnte. Freienbach zeigte in der Folge schöne Ballstafetten über mehrere Stationen, aber ohne zwingenden Abschluss. Wie dann Maurer aber in seiner typischen Art sich im Mittelfeld den Ball erkämpfte, diesen am Fuss behauptete und ihn zum frei gelaufenen Palumbo passte, verwertete Döttling dessen Hereingabe zum inzwischen verdienten Ausgleich. In der Nachspielminute scheiterte zudem Ernst, nach einer weiteren gefühlvollen Palumbo-Vorbereitung, noch an der vielbeinigen Gastgeber-Abwehr.

Die alte FCF-Leier: Nach vorne geht nichts

In der vierten Nachspielminute der zweiten Hälfte bedurfte es von Goalie Eberhard  - er ersetzte ab der 69. Minute den angeschlagenen Dabic -  noch einer besonderen Rettungstat in Form eines mutigen Tauchers in die De Filippos Füsse, um Sirnach nicht mit zwei Toren Unterschied gewinnen zu lassen. Vor dessen zweitem Tor spekulierte die Höfner Abwehr auf eine Abseitsposition und brachte das Leder dann nicht aus der Gefahrenzone. Dauti nützte dies mit einem Flachschuss durch viele Beine hindurch zum neuerlichen Führungs- und schon Siegtreffer der Einheimischen. Dies letzlich doch verdient, wiesen sie neben einem Torchancenplus auch noch einen Pfostentreffer auf und hatte Freienbach ausser einem Ernst-Schuss knapp über das Gehäuse von Radoncic nach vorne rein gar nichts mehr zu bieten. So rückte das Mittelfeld nicht mehr auf, hinterliess damit ein Vakuum, und die paar wenigen hohen Bälle Richtung Sirnach-Sechzehner verpufften ohne jede Wirkung.

Fazit: Nach diesem von einem souveränen Spielleiter-Trio geleiteten Spiel kann sich Freienbach punktemässig zwar nicht verbessern, verbleibt aber auf dem achten Tabellenrang immer noch sechs Zähler über dem Strich, während sich Sirnach auf den neunten Platz und mit nunmehr vier Einheiten Abstand auf die Abstiegszone verbessert hat.

Sirnach – Freienbach 2:1 (1:1)
Grünau. 120 Zuschauer. SR: Thomas Ammann.
Tore: 14. Samina 1:0. 39. Döttling 1:1. 64. Dauti 2:1.     
Sirnach: Radoncic; Saygili, Samina, Arifi, Saliu; Aykac, Musaj, Dauti; Cardoso (77. Beran), Etemi (87. Di Caprio), De Filippo.  
Freienbach: Dabic (69. Eberhard); Bucher, Auf der Maur, Desole, Maurer; Döttling, Iseni, Caravà, Palumbo (80. Coric); Ernst, Museshabanaj (83. Baumann).
Bemerkungen: Sirnach ohne Aydeniz und Vondracek (beide gesperrt), Avci und Simoes (beide verletzt), Cengil (Rücktritt) sowie Manz, und Marku und Sassi (alle krank). Freienbach ohne Marty und Ocaña (beide verletzt) sowie Hoxhaj (gesperrt). Verwarnungen: 74. Eberhard (Unsportlichkeit). 95. Di Caprio (Foul). 96. Dauti (Spielverzögerung). Eckbälle 4:2 (2:2).