Freienbach mit viel Pech

bfuchs 26. Oktober 2014 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Fotos)

Gleich vier Aluminiumtreffer und mehrheitlich Fehlpässe in der zweiten Hälfte verhinderten für die Höfner ein positives Ergebnis gegen den wohl guten, aber keineswegs unwiderstehlichen neuen Tabellenführer.

Mit ihrem ersten Angriff gingen die Besucher auch gleich in Führung. Der athletische und schnelle Andi Qerfozi, in der Folge der mit Abstand auffälligste und beste Thurgauer, bezwang Goalie Stefano Calendo (er ersetzte den verletzten Carlo Marty) mit etwas Glück. Die Reaktion der Höfner war zwar heftig, aber weiter nicht von diesem Glück begünstigt: Philipp Ernst traf innert fünf Minuten mit Pfosten und Latte gleich zweimal nur das Aluminium.  Freienbach war nun konstruktiv-spielerisch das klar bessere Team und kam erneut zu  guten Chancen (José Meier, Mato Sego), Frauenfeld hingegen konnte in dieser Periode nicht gleichwertig mithalten. Logisch deshalb dann auch der Ausgleich, den Michael Greiler nach feiner Vorarbeit von Ernst und Sego erzielte. Während die Höfer mit einem weiteren Lattentreffer, diesmal durch Sego, wieder Pech hatten, war den Thurgauern das Glück weiter hold. Qerfozi schloss einen blitzschnellen Konter mit seinem zweiten Treffer ab und realisierte nur wenig später, nach einer Tändelei mit Ballverlust auf der linken Freienbacher Defensivseite, den lupenreinen Hattrick. Der Pausenstand von 1:3 war aber in keiner Weise leistungsgerecht und eine unverdiente FCF-Hypothek.

FCF weiter ohne Glück und mit wenig Druck

War es in der ersten Halbzeit etwas gar viel Pech, das sich gegen einen zu diesem Zeitpunkt möglichen unentschiedenen Spielstand oder gar die Höfner Führung stellte, so liess sich in der zweiten Hälfte mit den viel zu vielen FCF-Fehlzuspielen die vor der Pause entstandene Niederlage nicht mehr abwenden. Die Kombinationen gelangen nun plötzlich nicht mehr, man gewann im Vorwärtsgang nicht genügend Meter und konnte kaum Druck machen. Während Freienbach weiterhin auch kein Glück hatte bei einem erneuten Lattentreffer durch Michael Greiler und einer äusserst knapp vergebenen Kopfballmöglichkeit von Jure Mioc, schien Frauenfeld mit Erfolg auf haushälterische Verwaltung des Vorsprungs geschaltet zu haben und auf Konter zu lauern. Mit diesen war es dem Führungsausbau speziell in der Schlussviertelstunde wiederholt sogar noch näher als die Höfner dem Anschlusstreffer.

 

Freienbach – Frauenfeld 1:3 (1:3).

Chrummen. 160 Zuschauer. SR: Elio Marcianò.

Tore: 3. Qerfozi 0:1. 34. Greiler 1:1. 37. Qerfozi 1:2. 41. Qerfozi 1:3.

Freienbach: Stefano Calendo; Sanchez, Will, Mioc, Maurer (69. Bucher); Greiler, Meier (63. Barreiro), Schnyder, Reiffer; Ernst,  Sego (69. Museshabanaj).

Frauenfeld: Bretscher; Signer, Votta, Isakovic, Negro; Le Bigonsan (82. Goli), Filipe Vieira (63. Dodes), Haag, Simeone; Soares,  Qerfoci (87. Yannic Kälin).

Bemerkungen:  Freienbach ohne  Sandro Calendo, Eberhard und  Kälin (alle verletzt) sowie Abegg und Ziltener (beide 2. Mannschaft). Frauenfeld ohne Lüthy, Titaro, Vasic und Marcio Vieira (alle abwesend). Verwarnungen: 14. Signer (Foul). 19. Maurer (Foul). 37. Votta (Foul). 44. Greiler (Foul). 54. Le Bigonsan (Abstand nicht eingehalten). 62. Negro (Foul). 76. Haag (Foul). Ausschlüsse: 85. Haag (Foul, zweite Gelbe Karte). 90. Greiler (Abstand nicht eingehalten, zweite Gelbe Karte).

 

Jakob Turgut, Trainer FCF: „Trotz unbefriedigender zweiter Halbzeit kann ich meinem Team keinen Vorwurf machen. Es hat in der ersten Hälfte sackstark gespielt und nur wegen wiederholtem Pech dort den Match verloren“.