Freienbach kontert den Leader aus

bfuchs 19. Oktober 2013 Kommentare deaktiviert

 

Von Willi Jaus

Nach zehn Spielen der Ungeschlagenheit lernte der souveräne Tabellenführer Seuzach erstmals das Gefühl der Niederlage kennen. Freienbach verdiente sich den Sieg primär erneut mit einer überragenden Mannschaftsleistung und der besseren Abschluss-Effizienz.

Wenn der Cheftrainer der fairen Verlierer, Markus Wanner, in seinem Fazit u.a. meint, die Höfner hätten sich den Erfolg dank der konsequenteren Chancenauswertung verdient und sie selber hätten zudem nicht den „besten Match“ gezeigt, so ist das der aus seiner Sicht sicher richtige Schluss.  

Gerechtes Remis zur Pause

Der Beginn der Begegnung war beidseitig von Vorsicht geprägt. Freienbach spielte dabei sehr diszipliniert  -  Seuzach wurde immer dann besonders gefährlich, wenn es direkt und schnell spielte. Der starke Leader hatte anfänglich wohl mehr vom offensiven Spiel und schuf sich die ersten Möglichkeiten (durch den agilen Patrick Widmer), den ersten Treffer aber schossen die Gastgeber (Meier versenkte einen Abpraller durch Freund und Feind hindurch). Nach einem bis anhin Chancenverhältnis von 2:3 zugunsten der Gäste war deren Ausgleich (fast selbstverständlich durch den Torgaranten Patrick Widmer, nachdem die einheimische Verteidigung den Ball wiederholt nicht aus dem Gefahrenbereich zu spedieren vermochte) Sekunden vor dem Pausenpfiff verdient, aber doch ärgerlich für die Höfner.

 

Entscheidung nach zwei FCF-Kontern

Die Anfangszeit der zweiten Hälfte liess beim Freienbacher Anhang fast Angst aufkommen: Seuzach drückte und war überlegen. Aus den heraus gespielten Chancen ergab sich aber nichts Zählbares. Sie wurden entweder vergeben, von der Höfner Defensive und Goalie Marty vereitelt oder (durch Fischer) ohne Glück an die Latte geköpfelt. Die Vorentscheidung und Siegsicherung erkämpften und erzwangen sich dann die Höfner mit einem blitzsauberen Konter (Bickels Seitenwechselball hob Reiffer butterweich in den Fünfer, von wo Sego mittels Hechtkopfball erfolgreich abschloss) und nach einem weiteren schnellen Gegenstoss wieder durch Sego, der in den linken oberen Torwinkel von Torhüter Frauenfelder zielte und haargenau  traf. Ein halbes Dutzend weiterer Chancen der Gastgeber (durch je zweimal Sego und Reiffer sowie Sandro Calendo und Ernst), ein Abseitstor und eine dicke Möglichkeit (von Marty reaktionsschnell in Corner gelenkt) von Seuzach änderten dann nichts mehr am Resultat.

 

Wäre da nicht wieder die beeindruckende Teamleistung gewesen, hätte allein der den Sieg sichernde  Kunstschuss von Sego den Besuch auf dem Chrummen gelohnt. Doppeltorschütze Sego war es denn auch, der wie der defensive Mittelfeld“sechser“ Mioc und der sich offensichtlich seiner Bestform nähernde Captain Ernst noch ganz besonders in einer Mannschaft auffiel, von der es eigentlich jeder Einzelne verdiente, nach diesem nicht unbedingt erwarteten Coup gegen den Leader auch positiv erwähnt zu werden.

 

Freienbach – Seuzach  3:1 (1:1).

Chrummen. 150 Zuschauer. SR: Noé Ramelli.

Tore: 24. Meier 1:0. 44. Patrick Widmer 1:1. 57. Sego 2:1. 77. Sego 3:1.    

Freienbach: Marty; Kälin, Disch, Will, Sanchez; Bickel (74. Sandro Calendo), Mioc, Meier, Reiffer (90. Greiler); Sego (85. Pfyl), Ernst.

Seuzach: Frauenfelder; Stamm, Güntensperger, Wismer, Schalcher; Kradolfer; Christian Widmer (70. Wieser), Fischer, Tiziani (76. Süsstrunk), Lauber; Patrick Widmer.

Bemerkungen:  Freienbach ohne Barreiro, Forrer und Schnyder (alle verletzt) sowie Dotlo (abwesend). Seuzach ohne Amankwah, Berisha, Fässler, Leutwiler, Schöpfer, Stahel und Vollenweider (alle verletzt), Gähwiler und Oergel (beide krank) sowie Ehrismann und Lehner (beide zweite Mannschaft). Verwarnungen: 52. Mioc (Foul). 56. Sanchez (Foul). 67. Wismer (Foul). 82. Tor von Seuzach wegen Abseits annulliert.

Während der Halbzeitpause viel beklatschter Auftritt der vereinseigenen Cheerleaders.

Bild: Einlauf der “Gladiatoren” flankiert von den Cheerleaders.