Freienbach im Cup eine Runde weiter

admin 11. November 2018 Kommentare deaktiviert

von Willi Jaus (Text) und www.manusfotovideoart.ch (Fotos)

Die in der Meisterschaft punktgleichen Teams Freienbach und Wettingen lieferten sich auch eine Cup-Begegnung auf Augenhöhe.

War es in vorhergehenden Meisterschaftsspielen jeweils die letzte Spielminute, die den Höfnern Punkte und den Vollerfolg kosteten, so beschieden ihnen diese ominösen letzten Sekunden diesmal das Siegtor (Marsel Stevic schoss nach Vorarbeit von Mirko Döttling erfolgreich ein).

Die Massnahme von Trainer Palmiro Di Dio, Norbert Frrokaj mit der Rolle des Sechsers zu betrauen, sollte erfolgreich sein. Frrokaj füllte das Loch im Mittelfeld, sicherte nach hinten ab und schuf sich sogar Torchancen. Die besonders anfängliche Offensiv-Überlegenheit der Höfner zahlte sich früh aus: Diesmal traf Döttling auf Hereingabe von Stevic. Diese Führung beantworteten die Gäste, bei denen in dieser Phase besonders ihr Zwölfer, der stets gefährliche Angreifer Guelor Mukunayi auffiel, mit mehr temporärer (positiver) Aggressivität. Danach dominierte wieder Freienbach. Es war erneut das etwas bessere Team und näher am 2:0 als Wettingen dem Ausgleich, beispielsweise nach einem Abschluss des vorgerückten Alessio Stumpo, den Goalie Nicola Appella glänzend meisterte.

Teilweise umgekehrte Verhältnisse dann in Halbzeit zwei. Da beherrschten während der Anfangs-Viertelstunde die Aargauer die Szene. Und glichen folgerichtig auch aus: Es war eben dieser Mukunayi, von den Höfnern völlig frei gelassen, der zum Ausgleich einschiessen konnte. So dauerte es auch eine gute Viertelstunde bis zum ersten gegnerischen Sechzehner-Besuch der Höfner. In der Folge entwickelte sich dann wieder ein Spiel mit gleichen offensiven, erfolglosen Spielanteilen und ohne weitere nennenswerten Aktionen. Das Unentschieden bis anhin war denn auch das gerechte Resultat, die Verlängerung die logische Folge. In dieser kam zuerst Wettingen zu einer Torchance  – der satte Distanzschuss im Anschluss an einen Eckball flog nur knapp am Kasten von Torhüter Raul Varela, der diesmal gegenüber Senad Mujovic vorgezogen wurde, vorbei -, dann prüfte Stevic Appella und Wettingens Verteidigung wehrte einen Ball gerade noch auf der Torlinie.

Aufgrund der Leistung in der ersten Hälfte und dem knappen Chancenplus in der zweiten war der Höfner Sieg, wenn auch etwas glücklich, am Schluss doch nicht unverdient.

Freienbach – Wettingen 2:1 n.V. (1:0; 1:1).
Tore: 6. Döttling 1:0. 48. Mukunayi 1:1. 119. Stevic 2:1.
Chrummen. 135 Zuschauer. SR: Zarko Jevremovic.
Freienbach: Varela; Stumpo, Ribeiro, Desole, Bankovic; Frrokaj; D’Acunto, Iseni; Döttling , Machado da Silva (72. Testa); Stevic.
Wettingen: Appella; Lanz, Lorito, Meier, Rago; Adili, Schönenberger, Bonnemain (46. Klybar); Mukunayi (79. Bosshard), Osmani, Keller (46. Gullo).
Bemerkungen: Freienbach ohne Avanzini,  Gavric, Marjanovic und Straub (alle verletzt) sowie Pocrnja (abwesend). Verwarnungen: 63. Osmani (Unsportlichkeit). 75. D’Acunto (Reklamieren). 83. Schönenberger (Foul).