Freienbach erkämpfte sich den Vollerfolg

admin 11. September 2017 Kommentare deaktiviert

von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Bilder)

In Rüti fanden die Höfner nach einem (temporären?) Tief mindestens in kämpferischer Hinsicht zu ihrem Anfangshoch zurück. Sie rangen ihren Angstgegner nach zähem Kampf in der zweiten Hälfte knapp nieder.

Die Zürcher Oberländer starteten wie die (viel zitierte) Feuerwehr. Dabei hatte die Höfner Defensive gegen das schnelle und vielfach direkte Spiel nach vorne buchstäblich keinen Stich. Ausser einer goldenen Chance für den Ex-Freienbacher Syla  - mit Stefano Calendo und Ahmeti figurierten noch zwei weitere ehemalige FCFler im Rüti-Startaufgebot) und vier Eckbällen schaute nichts, vor allem nichts Zählendes, für die Gastgeber heraus. Die Höfner waren noch nicht parat und bei ihrem ersten Besuch in Goalie Calendo’s waren bereits 15, beim zweiten sogar 20 Minuten gespielt. So war denn die Führung der Einheimischen eine reine Frage der Zeit und diese sollte denn auch  bald beantwortet werden. Ein schneller Flankenlauf mit tempierter Hereingabe von Syla setzte Karalic mittels wuchtigem Hechtköpfler in die Maschen von Dabic, der wohl noch am Ball war, diesem aber den Toreintritt nicht verwehren konnte. Bei einem der seltenen Gegenstösse der Höfner stand diesen für einmal in den Begegnungen gegen Rüti auch Glück bei: Eine Intervention von Calendo am durchgebrochenen Constancio führte zu einem 50:50-Penalty (man kann, muss ihn aber nicht geben). Perna verwandelte souverän  -  wie es sich noch trotz der Gästesteigerung herausstellen sollte, zum in Anbetracht der Rütner Vorteile im Spiel nach vorne und der Möglichkeiten glücklichen Pausen-Gleichstand. Aufregung dann auch noch zehn Minuten vor dem Pausentee: Der Schiedsrichter nahm den bereits wegen einer Notbremse ausgesprochenen Ausschluss gegen Di Dio zurück, nachdem sein Assistent insistierte und auf eine vorherige Abseitsstellung des Gefoulten pochte.

Höfner Vorteile nach dem Tee

Bedeutend weniger zu diskutieren und zu schreiben gab dann die zweite Hälfte. Es entwickelte sich ein reiner Abnützungskampf mit Vorteilen für Freienbach in der Vorwärtsbewegung und in Bezug auf die dabei heraus gespielten Torchancen. Damit verdienten sich die Höfner denn auch den Siegtreffer durch den erst vier Minuten vorher eingewechselten Ruckstuhl, der damit sein erstes Meisterschaftstor für seine Mannschaft erzielte. Er und der nach der Pause auf den Rasen geschickte Stumpo hätten das bis zuletzt oft hart umstrittene Spiel nach ausgezeichneten Möglichkeiten in der Schlussminute und in der Nachspielzeit auch schon vor dem Schlusspfiff durch den ausgezeichneten Spielleiter endgültig entscheiden können.

Rüti – Freienbach 1:2 (1:1).
Schützenwiese. 400 Zuschauer. SR: Dominik Grolimund.
Tore: 22. Karalic 1:0. 26. Perna 1:1 (Foulpenalty). 84. Ruckstuhl 1:2.
Rüti: Stefano Calendo, Delli Compagni, Küng (86. Muratovic), Milano (61. Rastoder), Osmani, Taulant Syla, Ahmeti, Maloku, Grimm, Karalic, Sejdiji (61. Islami).
Freienbach: Dabic; Desole, Ribeiro, Di Dio, Maurer; Döttling, Gavric, Fischer (46. Egger), Constancio (46. Stumpo); Perna (80. Ruckstuhl), Bankovic.
Bemerkungen: Freienbach ohne Hoxhaj und Iseni (beide verletzt), Matt (nicht im Aufgebot), Prskalo (Einsatz 2. Mannschaft) sowie Bajrami (Einsatz Junioren A). Verwarnungen: 15. Ribeiro (Foul). 63. Bankovic (Ball zu früh gespielt). 71. Stumpo (Foul). 72. Karalic (Foul). 77. Döttling (Foul). 88. Di Dio und Osmani (gegenseitige Unsportlichkeit).