FREIENBACH BÜSST DOPPELFÜHRUNG EIN 28.4.12

bfuchs 29. April 2012 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Text) und Benjamin Fuchs (Fotos)

Das hart umkämpfte Spiel zweier Teams mit genau gegenteiligen besonderen Stärken   – Phönix Seen defensiv, Freienbach mindestens während der ganze Vorrunde offensiv  -  endete am Schluss doch leistungsgerecht unentschieden.

Das Freienbacher Stammkader wird langsam knapp. Von mittlerweilen nur noch 16 Spielern standen inklusive Ersatztorhüter gerade deren zwölf zur Verfügung, und es musste deshalb mit Spielern der zweiten Mannschaft aufgestockt werden.

Das Spiel begann sofort lebhaft und chancenreich. So hätte es schon nach weniger als fünf Minuten 1:1 stehen können. Vorerst startete Ernst einen unwiderstehlichen Alleingang und schoss nur den Torhüter an, dann vereitelte Lenherr auf der Torlinie die Gastgeberführung. Die dabei vergebene Freienbacher Grosschance war bis dahin sinnbildlich für die negative Abschlusseffizienz in der Rückrunde. Wurden solche Gelegenheiten während der ganzen Hinrunde noch im Dutzend verwertet, ist gegenwärtig grossmehrheitlich das Gegenteil der Fall. Bis zur Pause mit dem doch gerechten unentschiedenen Spielstand wechselten offensive Phasen mit Chancen hüben und drüben praktisch im Fünfminutentakt. Dabei hatte Ernst erneut Pech und traf mit seinem Freistossball nur den Pfosten und verfehlten die Winterthurer Sekunden vor dem Pfiff zum Tee die Führung ihrerseits nur knapp.

Einen Glanzpunkt zu Beginn der zweiten Hälfte setzte bei seinem ersten Volleinsatz für die Höfner  Armend Halimi: aus einem Gedränge heraus schoss er, von einem Verteidiger noch abgelenkt, zur Führung ein. Von Trainer Jakob Turgut offensichtlich aufgerüttelt, trat Freienbach nun deutlich aggressiver auf, kam zu Chancen und prompt zur Resultaterhöhung. Während der immer wieder kraftvoll aufrückende und mit hohen Flanken gesuchte Drmic mit seiner ganz besonderen Stärke, den Kopfbällen, zweimal nur knapp das Ziel verfehlte und wieder (der aufmerksame) Ernst den Ball neben das leere Gastgebertor zirkelte, versenkte Spezialist Meier einen Freistossball aus 25 Metern magistral in einer der oberen Ecken. Was wie die Vorentscheidung zugunsten der Höfer aussah, war offenbar der Weckruf für die Einheimischen. Die (positive) Aggressivität wechselte nun die Seite, Phönix besann sich offensichtlich seines Namens und der Auferstehung, Freienbach produzierte mehr Fehlpässe, verlor zeitweise den Faden sowie die vorherige Spielkontrolle und bekam prompt die Quittung dafür präsentiert. Vorerst bewunderte statt attackierte man den bulligen Hofstetter bei seinem 60 Meter-Alleingang mit erfolgreichem Anschluss-Abschluss und liess dann Yannic Kälin den Ausgleich schiessen, nachdem die Höfner Verteidigung einmal mehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone weg brachte. Während die Gastgeber wegen ihrer letzten nicht genutzten Grosschance in der Nachspielzeit analog zum Ende der ersten 45 Minuten haderten, taten dies die Besucher wegen umstrittener Verwarnungen weniger für Fouls (?) als für Reklamieren.

Phönix Seen – Freienbach 2:2 (0:0)

Steinacker. 150 Zuschauer. SR: Andrin Borra.

Tore: 48. Halimi 0:1. 62. Meier 0:2. 69. Hofstetter 1:2. 77. Yannic Kälin 2:2.

Freienbach: Marty; Michael Kälin, Lenherr, Drmic, Ibrulj; Meier, Mattia (74. Zogejani), Schnyder, Halimi (91. Yasar); Ernst, Sandro Calendo (87. Ziltener).

Phönix Seen: Arlotta; Neckys, Üsküp (64. Dalipi), Weiss, Hofstetter (91. Logiurato), Ferraro, Jusufi (64. Berisa), Tiscar, Sabato, Yannic Kälin, Huber.

Bemerkungen: Freienbach ohne Greiler (verletzt), Forrer (gesperrt) und Ramet (abwesend); Phönix Seen ohne Güntensperger (Militär), D’Agostini (gesperrt) sowie Heydecker und Schmid (beide abwesend). Verwarnungen:  29. Drmic (Foul). 74. Schnyder (Foul). 81. Ernst (Reklamieren). 82. Huber (Foul).  83. Meier (Reklamieren).