Freienbach bis zur 81. Minute in der ersten Liga

admin 19. Juni 2017 Kommentare deaktiviert

von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Bilder)

Mit der neun Minuten vor dem offiziellen Spielende durchgesickerten Meldung der erstmaligen Führung und der dann nachfolgenden Siegsicherung durch Kosova gegen Uster musste auch noch der letzte verbliebene FCF-Optimist seine Hoffnungen endgültig begraben.

Der Grund, warum am Schluss nur ein einziger Zähler zum Gleichstand fehlte (die Strafpunkte hätten dann allerdings zu Ungunsten der Höfner entschieden), war schnell gefunden. Er lag ja gar nicht so weit zurück. Wer gegen Rüti ZH, das zuvor sieben Mal zu null verlor, nach einer 2:0-Führung in der Nachspielzeit noch alle drei Zähler einbüsst, muss dafür halt bezahlen. Die vorherige auch blamable Niederlage beim Tabellenletzten und Absteiger St. Margrethen war insofern kein Thema (mehr), als ein Ausrutscher in einer langen Meisterschaft  durchaus „mal passieren kann“.

Freienbach in jeder Beziehung überlegen

Das letzte Spiel gegen die Thurgauer Hauptstädter wurde dank einer geschlossenen, disziplinierten Mannschaftsleistung weitaus klarer gewonnen, als es das Resultat ausdrückt. Hatte man in der ersten Hälfte dominante 70:30-Vorwärtsvorteile, so waren es in der zweiten gegen einen etwas offensiver eingestellten Gegner nur knapp weniger. Und mit zwei Treffern hat man auch zu wenig gemacht aus einem guten Dutzend zum Teil hochkarätigen Tormöglichkeiten. Das Team war wohl wesentlich präsenter als die Gastgeber, aber diesmal nicht effizient genug. Effizienz brauchte die fair auftretende, harmlose Heimmannschaft mit Goalie Wehrli als ihrem Besten überhaupt nicht  -  sie kam während der gesamten Spielzeit nicht zu einer einzigen einen Einschuss versprechenden Tormöglichkeit. Die Spielleiterin agierte gewohnt gut und klar, übertrieb für einmal aber damit, wie sie ihre Entscheide unnötig zu oft zu erklären versuchte.

Bei Frauenfeld wurden Dario Bommer, Spielertrainer Pascal Cerrone, Robin Estermann und Simon Pabst verabschiedet  -  für Freienbach spielten zum letzten Mal Sandro Caravà und Filip Hren (gehen beide zu Linth 04), Ivan Palumbo (mehrmonatige Weltreise) und Taulant Syla (wieder zurück zu Rüti ZH).

Frauenfeld – Freienbach 0:2 (0:1).
Kleine Allmend. 300 Zuschauer. SR: Esther Staubli.
Tore: 15. Museshabanaj 0:1. 53. Syla 0:2.
Frauenfeld: Wehrli; Signer, Angst, Haag, Serafino (67. Zwahlen), Kälin, Eggmann, Estermann, Maag, Cavegn (78. Pabst), Cerrone (86. Albert).
Freienbach: Dabic; Hoxhaj, Di Dio, Hren, Maurer; Döttling, Caravà, Palumbo (90. Stumpo), Museshabanaj (82. Iseni); Perna (74. Egger), Syla.
Bemerkungen: Frauenfeld ohne Bommer, Musaj, Nobs und Schlauri (alle verletzt) sowie Da Coutinho, Dodes und Selmani (alle nicht im Aufgebot). Freienbach ohne Bucher, Hrkalovic und Straub (alle verletzt), Matt (beruflich verhindert), Ernst (legt Pause ein) sowie Lakna (alle abwesend). Verwarnungen: 22. Di Dio (Foul). 24. Dabic (Foul). 30. Cerrone (Taktisches Foul). 58. Kälin (Foul). Ausschluss: 81. Kälin (Zweite Gelbe, Foul).