FC Freienbach: Dies war der zehnte Streich

admin 21. November 2016 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Text) Und Bruno Füchslin (Fotos)

Der gute Spitzenkampf endete nach einem in der ersten Hälfte ausgeglichenen Spiel, in der zweiten Halbzeit dann besseren Leader knapp und nicht unverdient zu dessen Gunsten. Freienbach gewann damit die zehnte von dreizehn Begegnungen und ist mit fünf Punkten Vorsprung auf Rüti ZH (inoffizieller) Wintermeister.

Bis auf das Resultat ging die erste Hälfte absolut unentschieden  - sowohl in Bezug auf die Spiel- wie auch Offensivanteile und Torchancen -  aus. Die glückliche Gästeführung erzielte schon früh Dario Bommer mit seinem 18 Meter-Flachschuss nach einem der vorwiegend über die rechte Frauenfeld-Flanke vorgetragenen schnellen Konter. Während Torhüter Pascal Bretscher einen Perna-Abschluss dann noch mit Mühe über die Latte lenken konnte und Mattia Desole’s Direktabnahme aus guter Position nicht ganz gelingen sah, verhinderte Freienbach-Goalie Miro Dabic einmal mehr mit einer brillanten Rettungstat die  mögliche Vorentscheidung für die Besucher und hielt sein Team erneut im Spiel. Raffaele Perna ist wohl die offensive Versicherung der Höfner  -  Dabic aber unumstritten ihr wertvollster Akteur.

Höfner besser und effizient

Im selben Ausmass wie Frauenfeld nach dem Tee doch abbaute  - den Ausgleich aber noch hinauszögern konnte -, legte Freienbach zu. Nach einer guten Viertelstunde zahlten sich die nun druckvolleren Angriffsbemühungen der Höfner aus: Im Anschluss an einen Eckball drosch Ivan Palumbo das Leder via Lattenunterkante in Bretscher’s Maschen. Und die weitere offensive Überlegenheit der Gastgeber sollte sich noch weitere zwei Mal lohnen. Vorerst überlobte Raffaele Perna den Gästehüter aus 30 Metern, dann traf Sandra Caravà mit seinem satten Distanzschuss. Der aggressivste und an diesem Nachmittag nicht nur wegen seiner physischen Erscheinung auffälligste Frauenfelder, Yannic Kälin, brachte dann für die Schlussminuten wieder die Spannung zurück: er zirkelte einen Freistoss aus 25 Metern, unhaltbar auch für Dabic, in dessen rechte hohe Ecke. Noch vergaben dann Perna (Bretscher brachte noch seine Finger an den Flachschuss) und der eben erst eingewechselte Nicola Bucher (er verzog knapp aus bester Position) ausgezeichnete Möglichkeiten, die wieder zur Zitterpartie mutierte Begegnung vorzeitig zu beenden. Der Schiedsrichter leitete das Spiel in der ersten Hälfte grosszügig und gut, baute dann nach der Pause aber ab und verlor vor allem seine Linie in Bezug auf die Gelben Karten, was in der Schlussphase zusätzlich auch zu einer gewissen Hektik beitrug.

Fazit: Wenn die Höfner ihre Qualitäten ausspielen, sich auf ihre Stärken besinnen und nicht selber schwächen  - mit wiederholten und kontraproduktiven Reklamieren -  hat es gegen sie jeder Gegner schwer. Wie jetzt auch das Spitzenteam Frauenfeld. Dies als Omen und Empfehlung für die im Frühling beginnende Rückrunde.

Freienbach – Frauenfeld 3:2 (0:1).
Chrummen. 181 Zuschauer. SR: Christoph Hagmann.
Tore: 8. Bommer 0:1. 62. Palumbo 1:1. 70. Perna 2:1. 81. Caravà 3:1. 84. Kälin 3:2.
Freienbach: Dabic; Hoxhaj, Di Dio, Desole, Maurer; Döttling (89. Bucher), Hren, Caravà (81. Egger), Palumbo; Perna, Stumpo (85. Museshabanaj).
Frauenfeld: Bretscher; Angst, Estermann, Cerrone, Signer; Kälin, Serafino (87. Pabst), Dodes (80. Da Coutinho), Schlauri; Bommer; Eggmann.
Bemerkungen: Freienbach ohne Ernst, Iseni und Ocaña (alle verletzt) sowie Baumann (Militär). Frauenfeld ohne Musaj und Selmani (beide verletzt), Cavegn (gesperrt), Haag, Maag und Rast (alle abwesend) sowie Brechbühl (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 51. Dodes (Foul). 61. Cerrone (Foul). 66. Palumbo (Foul). 69. Di Dio (Foul). 71. Caravà (Foul). 75. Kälin (Foul).