EINE HALBZEIT REICHTE FREIENBACH NICHT 14.4.12

bfuchs 14. April 2012 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus

Freienbach begann ausgezeichnet und zeigte in der ersten Hälfte eine abgeklärte Leistung, geriet dann aber unter starken Druck und verlor letztlich diesen Spitzenkampf unglücklich zu hoch.

Nach ausgeglichenen ersten Minuten ging Freienbach früh in Führung: Greiler drückte aus 16 Metern entschlossen ab und traf mit seinem Knaller, von einem Verteidiger noch abgelenkt, unhaltbar ins Ziel. Die Schaffhauser schienen damit regelrecht provoziert und schufen sich in kurzen Folgen ein halbes Dutzend hochkarätige Torchancen mindestens zum Ausgleich. Dabei fiel immer wieder und ganz besonders ihr agiler, schneller Angreifer Le Bigonsan auf. So, wie Kälin diesen brandgefährlichen Mann immer besser und erfolgreich in den Griff bekam, so kamen auch die Höfner wieder besser ins Spiel. Und auch zu Chancen sogar zum Führungsausbau. Das hätte allerdings dem bisherigen Grosschancenverhältnis von 6:3 zugunsten der Gastgeber nicht entsprochen. War die Besucherführung zur Pause doch etwas glücklich, so war sie aber auch eine erneute Bestätigung der Höfner Fähigkeit, ihre Leistung gegen starke Gegner massiv zu steigern und diesem mindestens auf Augenhöhe zu begegnen. Die Leistung war auch deutlich besser als in den letzten Spielen.

Die erste echte Torchance in der zweiten Halbzeit durch die Einheimischen läutete eine besonders hektische Phase ein. Einen Beitrag dazu leistete sicher auch das mehrfach nicht harmonierende Spielleitertrio. Es wurde nun praktisch auf ein Tor, das der Besucher, gespielt, und der Ausgleich und die Matchentscheidung fielen in weniger als einer Viertelstunde. Der permanente Druck der Schaffhauser, ihre im Gegensatz zur ersten Hälfte nun Verwertung der Torchancen, diskutable Freistossentscheidungen und Freienbacher Abwehrunsicherheiten führten zu drei Toren hintereinander. Dabei schien Trainer Edgar Sepp über ein besonders gutes Auswechselgespür zu verfügen: zwei Tore schossen seine eingewechselten Spieler Glisic und Bosshardt, dieser kaum 60 Sekunden nach seinem Eintritt. Wohl gaben die kämpferischen Höfner nicht auf und glichen die Begegnung wieder aus, zu echten Möglichkeiten oder gar Toren reichte es aber nicht mehr. Dies ganz im Gegenteil zu den Schaffhausern, die in den Schlussminuten durch zwei Treffer, einen durch den von Marty verursachten Penalty, von Müller die (zu) brutale Niederlage für Freienbach besiegelten.

SV Schaffhausen – Freienbach 5:1 (0:1)

Bühl (Kunstrasen). 150 Zuschauer. SR: Désirée Grundbacher.

Tore: 7. Greiler 0:1. 65. Glisic 1:1. 71. Lettieri 2:1. 78. Bosshardt 3:1. 83. Müller 4:1 (Penalty). 89. Müller 5:1.

SV Schaffhausen: Bretscher; Schuler (77. Bosshardt), Müller, Lettieri, Kuc, Dubach (85. Mottola), Aulisio, Le Bigonsan, Torsello (46. Glisic), Staub, Portmann.

Freienbach: Marty; Kälin, Lenherr, Drmic, Ibrulj; Meier, Mattia (77. Calendo Sandro), Schnyder, Forrer (82. Zogejani),; Ernst (66. Ramet), Greiler.

Bemerkungen: Freienbach ohne Hoxhaj (verletzt); SV Schaffhausen ohne Besir (verletzt) und Gerschwiler (nicht im Kader). Verwarnungen: 30. Dubach (Foul). 57. Schuler (Foul). 67. Glisic (Reklamieren). 69. Ibrulj (Reklamieren).