Drei stehende Bälle versetzten dem FCF den K.o.

admin 9. September 2018 Kommentare deaktiviert

von Willi Jaus (Text) und www.manusfotovideoart.ch (Archivfoto)

Das erstmalige Zusammentreffen der beiden Teams endete mit dem Sieg der positiv und negativ aggressiveren Mannschaft, dem NK Pajde.

Die Anfangsminuten gehörten eindeutig den Gastgebern. Wie dann auch Freienbach ins Spiel fand, kam es zur ersten erfolgsträchtigen Situation. Eine Intervention von Goalie Dejan Grmaca (er musste während des Einlaufens für Stammkeeper Mehdi Damani nominiert werden) an Marko Marjanovic führte zu einer 50:50-Strafstossgelegenheit, Schiedsrichter Callarec entschied jedoch zu Gunsten des Heimclubs. Während die Höfner in dieser kämpferischen und mehrheitlich von der NK Pajde unsauber geführten Partie noch immer damit und mit einer unberechtigten Verwarnung für Marsel Stevic haderten, gingen die Einheimischen durch einen Doppelschlag in Führung. Bei zwei Flanken aus einem Freistoss und einem Eckball musste der aufgerückte, baumlange und beide Male ungestörte Antonio Asanovic innert zwei Minuten jeweils nur noch seinen Kopf hinhalten, um zur Doppelführung einzunicken. In der Nachspielzeit dann die zweite Situation, in der die Höfner vehement einen Penalty forderten: diesmal zu Unrecht, handelte es sich bei der Aktion mit den Händen um ein sogenanntes Reflex- und Schutzhände, mit dem der Verteidiger auf einen Scharfschuss von Marjanovic sein Gesicht schützte.

Zur zweiten Hälfte musste bei den Höfnern der bis anhin besonders aufs Korn genommene Marjanovic verletzt ausgewechselt werden. In der auch weiterhin hart geführten Partie besass der FCF 3:1-Vorteile im offensiven Bereich. Mehr als vier Eckbälle und ebenso viele Abseitsstellungen resultierten aber nicht daraus. Es war im Gegenteil der NK Pajde, der den Sack endgültig zumachte. Nach einer unsauberen Intervention von Torhüter Raul Varela entschied der Spielleiter auf Strafstoss, den Mladen Popovic  – der bei den Platzherren neben dem agilen und stets gefährlichen Godfried Osei besonders auffällige Mann –  zur endgültigen Entscheidung einschoss. So gewann  – verdient -  das (ab der 73. Minute dezimierte) Team, das den Sieg mehr wollte, aber lediglich dank drei ruhenden Bällen. Wie sich Trainer Palmiro Di Dio dann noch selbst einwechselte, um dem Sturm mehr Durchschlagskraft zu verleihen, kam es wohl zu der einen oder anderen wenigstens nach Torchance riechenden Situation im gegnerischen Sechzehner und in der Nachspielzeit zum zu späten Anschlusstreffer durch Mattia Desole sowie zum dritten umstrittenen Hände in NK Pajdes Sechzehner.

Auch wenn es nach Wiederholung und fast schon langweilig tönt: Die Höfner waren wieder kopfball-unterlegen (siehe die beiden ersten schon matchentscheidenden Tore), nicht durchschlagskräftig und nicht effizient. Bleibt das so, werden sie kleinere Brötchen backen müssen, sind Mittelmass und entsprechend bestenfalls im Mittelfeld der Tabelle zu finden.

NK Pajde – Freienbach 3:1 (2:0).

Tore: 36. Asanovic 1:0. . 38. Asanovic 2:0. 51. Popovic 3:0 (Foulpenalty). 92. Desole 3:1.
Steinli Möhlin. 50 Zuschauer. SR: Erwan Callarec.
NK Pajde: Grmaca; Lehmann, Haxhijana, Tesic, Paden (90. Madhkur), Osei (94. Metaj), Popovic, Thaqi (85. Joksimovic), Bojovic, Martinovic (67. Tettey), Asanovic.
Freienbach: Varela; Stumpo, Frrokaj, Desole, Talevik; Ribeiro, D’Acunto; Döttling, Straub (56. Di Dio); Stevic; Marjanovic (46. Kabala).
Bemerkungen: NK Pajde ohne Matic. Freienbach ohne Angaben der Abwesenden. Verwarnungen: 24. Stevic (Foul?). 27. Osei (Foul). 30. Lehmann (Foul). 51. Varela (Foul). 55. Döttling (Foul). 65. Tesic (Foul). 73. Popovic (Unsportlichkeit). 80. Thaqi (Reklamieren). 83. Di Dio (Reklamieren). Ausschluss: 73. Popovic (Reklamieren).