Die Kunstrasenallergie überwunden

admin 31. Oktober 2016 Kommentare deaktiviert

Von Bruno Füchslin (Text und Bilder)

 

Der FC Freienbach bleibt unangefochtener Tabellenführer der Interregio-Gruppe 6: Eine intensive und attraktive Partie vermochte er am Sonntag bei Wil 2 mit 2:0 für sich zu entscheiden.

1:4 und 1:2 unterlag Freienbach in den letzten beiden Spielen in der IFG-Arena in Wil. Obs am für die Höfner ungewohnten Kunstrasen lag? Aus den jüngsten zwei Spielen holte der Ranglistenerste – für ihn in dieser Saison ungewohnt – nur einen Punkt, erzielte in diesen fünf, kassierte aber sechs Treffer. So kurz vor Herbstrundenschluss gar eine Baisse?

Mit Caravà, Hoxhaj und Perna (alle gesperrt) sowie Iseni (verletzt) standen den Gästen gleich vier so genannte Titulare nicht zur Verfügung. Hingegen konnte der im letzten Spiel suspendierte Abwehrchef Di Dio wieder mittun. Der ebenfalls ins Team zurück gekehrte Ernst musste nach einer Viertelstunde verletzungshalber getauscht werden.

Eine beidseits intensiv geführte erste Hälfte sah die St. Galler in Sachen Tormöglichkeiten mit 3:2 vorn. Im Feld selbst war ein waches Auf und Ab zu erkennen; kein Team vermochte das andere auch nur für eine kleine Zeitspanne zu dominieren.

Doppeltreffer innert neun Minuten

Freienbach-Hüter Miroslav Dabic blieb im zweiten Abschnitt im Vergleich zum Arbeitskollegen Jim Freid deutlich mehr beschäftigt. Die spielentscheidenden Treffer gelangen jedoch den Gästen: Erst zwirbelte Mirco Döttling einen Abschluss aus 17 Metern in Freids rechte hohe Ecke (52.), und neun Minuten später war Verteidiger Palmiro Di Dio per Kopf, nach Eckball Palumbos, erfolgreich.

Di Dio – fast unersetzbar wertvoll, wenn er diszipliniert spielt – konnte sich gar erlauben, aus einem Strafraum-Zweikampf als Verlierer hervor zu gehen. Er hatte ja noch seinen Torhüter Dabic, der das Penaltyduell gegen Astrit Veliji für sich entschied (81.): Veliji wählte die falsche, der FCF-Torhüter die richtige Ecke.

Auch in den verbleibenden Minuten vermochten die Höfner den ungestümen Angriffen der St. Galler Stand zu halten. Sie bewiesen damit, dass es nicht an der Kunstrasen-Unterlage lag, dass man bei Wil meist punktelos blieb. Es lag an der eigenen Konzentration, an Willen und Wachheit – Dinge, die diesmal funktionierten und Punktgewinn-Grundlage waren.

Wil 2 – Freienbach 0:2 (0:0)
IPG-Arena. 100 Zuschauer. SR: Leandro Giulini.
Tore: 52. Döttling 0:1. 61. Di Dio 0:2.
Wil: Freid; Huber, Rahimi, Veliji, Uka (58. Uzunovic); Titaro, Scholz, Gjushi (65. Foniqi), Breitenmoser (65. Zyba), Schällibaum; Allemann.
Freienbach: Dabic; Bucher, Di Dio, Desole, Maurer; Döttling, Hren, Egger, Palumbo; Ernst (15. Stumpo), Museshabanaj (82. Pfyl).
Bemerkungen: Wil ohne Amidi und Salzer (nicht im Aufgebot). Freienbach ohne Caravà, Perna und Hoxhaj (alle gesperrt) sowie Baumann, Oscaña und Iseni (alle verletzt). 81. Dabic hält Foulpenalty von Veliji. Verwarnung: 82. Titaro (Foul an Döttling). Corners 4:3 (2:1).