Die Chlaus-Tradition fortgesetzt

bfuchs 5. Dezember 2014 Kommentare deaktiviert

Am Donnerstagabend des 4. Dezember gings für neun Mannschaften der jüngsten FCF-Nachwuchskategorien in den Wald: Daselbst warteten zwei komisch gekleidete Gestalten und deren Hintergrund-Helfer auf die Kicker mit den kurzen Beinen.

Von Bruno Füchslin (Text und Bilder)

Über 30 Jahre alt ist beim FC Freienbach Tradition, dass jene, die sich noch ganz bis zumindest halbwegs vom Chlaus was sagen lassen, um den 6. Dezember herum ein besonderes «Aufgebot» erhalten. Neun Mannschaften, vom F4 bis hinauf zum E1, lauschten im Schwerziwald den lobenden und mahnenden Worten, waren für einmal diszipliniert still – ganz so, wie es sich die Verantwortlichen auch in den Trainingseinheiten wünschen.

Irgendwie alles wie früher, als man selbst noch Kind war? Wer älter ist, kann vergleichen: Nichts mehr mit «hinderem Ofe stäggi». In Zeiten von Zentralheizungen und Kurzkommunikationen werden auch die Sprüchli anders. Am meisten gehört: «Chlaus, du bisch en Superman, doch ich bin en Schmutzli-Fan.» Sozialkritisch hellhörige Menschen leiteten daraus eine emotionale Identifikation mit der Arbeiterklasse ab …

Das Chlaus-Team, an der GV im August 2014 mit dem Team-Preis ausgezeichnet, verrichtete wieder immense Vorarbeiten; es wurden an die 120 Chlaussäcke verteilt. Die Helfer liessen es sich nach der Bescherung nicht nehmen, den obligaten Servelat übers Feuer zu halten und da und dort auch Tranksame nachzuschütten. Auch für sie ist die Tradition jedes Mal wieder ein besonderer Anlass.