Niederlage beim Tabellenletzten

admin 2. April 2017 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Fotos)

Die Partie des Ersten gegen den Letzten endete nicht gemäss Papierform: Es obsiegte die Tagesform und das Team mit mehr Willen (St. Margrethen) gegen ein Freienbach, das lediglich nur mitzuspielen versuchte.

Die Höfner hatten in der ersten Hälfte, dies als Ehrenrettung, wohl etwas mehr Anteile im Spiel nach vorne. Mehr als je ein Plus an Eckbällen und kleinen Chancen schaute dabei aber nicht heraus. Das allgemeine Niveau der Partie entsprach eher dem von zwei Mannschaften am Tabellenende und in keiner Phase dem eines Spitzenteams. Der Auftritt des Leaders war mehr als enttäuschend, das Engagement dürftig. Die zahlreich mitgereisten FCF-Fans trösteten sich während der Pause damit, dass in der zweiten Halbzeit eine Steigerung – eigentlich ein Leichtes beim bisher Gezeigten – ihrer Elf erwarten zu dürfen.

Diese an sich berechtigte Hoffnung sollte nicht eintreffen. Das Team blieb weiterhin fahrig, nicht inspiriert und kämpferisch ungenügend. Es war im Gegenteil der Tabellenletzte – 13 Ränge, 27 Punkte sowie 33 Plus- und 21 Minustore trennten bis anhin die beiden Kontrahenten! -, der mehrheitlich den Ton angab, nach Möglichkeiten im Verhältnis von 6:1 dominierte und längst hätten verdient in Führung liegen müssen. Während die Rheintaler dabei viermal mehr oder weniger knapp scheiterten, brillierte einmal der Höfner Hüter Miro Dabic mit seiner Rettungstat gegen den allein auf ihn zustürmenden Willansola Silvestre Lopete und traf eben dieser auffällige Lopete einmal auch bloss das Aluminium. So dauerte es bis zur dritten Minute der Nachspielzeit – angeordnet durch die souveräne, ausgezeichnete Spielleiterin -, bis die Platzherren doch noch mittels sehenswertem Fallrückzieher, unhaltbar für Dabic, zum viel umjubelten Vollerfolg kamen.

Die Höfner fanden in den 94 Minuten nie ein Mittel, das Tor des Tabellenletzten auch nur einmal ernsthaft in Gefahr zu bringen, und auch die einheimischen Matchbesucher zeigten sich masslos enttäuscht vom unwürdigen Auftritt eines bis vor kurzem noch so souveränen Leaders. Dieser muss dringend über die Bücher gehen und an die alten Leistungen anknüpfen (vor allem bezüglich Durchsetzungsvermögen und Abschlusseffizienz – der hoch gelobte Sturm war auch im Rheintal praktisch inexistent -), will man weiterhin mit Vorsprung an der Spitze verbleiben. Sonst werden auch allfällige Aufstiegsträume ganz schnell ausgeträumt sein.

St. Margrethen – Freienbach 1:0 (0:0)
Rheinau. 150 Zuschauer. SR: Michèle Schmölzer.
Tor: 93. Karahasanovic 1:0.
St. Margrethen: Staudacher; Hajrullahu, Pazos, Shoshi, Sinani; Özkan (87. D’Amico), Zivic, Karahasanovic, Kuzmanovic (60. Ljatifi); Dimitriadis; Lopete.
Freienbach: Dabic; Hoxhaj, Di Dio, Hrkalovic, Bucher (50. Museshabanaj); Döttling, Egger (72. Iseni), Caravà, Stumpo; Perna (72. Straub), Syla.
Bemerkungen: St. Margrethen ohne Lütolf und Mustafi (beide verletzt), Burak (gesperrt) und Axhija (abwesend). Freienbach ohne Ernst und Matt (beide verletzt), Maurer und Palumbo (beide gesperrt), Pocrnja (2. Mannschaft) und Hren (abwesend). Verwarnungen: 59. Lopete (Reklamieren). 66. Zivic (Reklamieren). 91. Shoshi und Döttling (je Unsportlichkeit).