Absteiger Widnau gegen Freienbach ohne Chance

admin 30. Mai 2016 Kommentare deaktiviert

Von Willi Jaus (Text) und Bruno Füchslin (Fotos)

Das Duell zweier ambitioniert in die Meisterschaft gestarter, dann aber enttäuschender Teams, gewannen die Höfner klar. Freienbach war eine Klasse besser und Widnau auch deshalb definitiv der dritte Absteiger.

In der ersten Hälfte waren die Höfner in allen Belangen besser. Mit ihrer offensiven Überlegenheit kamen sie zu mehreren Chancen und drei schön herausgespielten Toren. Das inferiore Widnau hingegen  – ab der 30. Minute zudem nur noch zu zehnt, Sandro Hutter bekam nach einem groben Foul eine harte Rote Karte gezeigt -  hatte gerade mal eine Gelegenheit. Freienbach’s Verteidiger, bis dahin nur dieses eine Mal in Schwierigkeiten, konnten mit vereinten Kräften gerade noch auf der Torlinie klären.

Temporäres Widnau-Aufbäumen

Sah man vor dem Tee keine Rheintaler, die vor einer stattlichen Zuschauerzahl ihre letzte theoretische Chance im Kampf um ihren Abstieg unbedingt wahrnehmen wollten, so änderte sich das mindestens teilweise zu Beginn der zweiten Hälfte. Die Höfner standen nun etwas tiefer  – sicher auch die Folge der druckvoller agierenden Gastgeber, bei denen vor allem der eingewechselte Daniele Lamorte positiv auffiel und Dampf machte -  und mussten zum Ende dieser besseren Widnau-Viertelstunde auch den einzigen Gegentreffer entgegen nehmen: Kevin Bärlocher, auch er vor dem Match verabschiedet, versenkte einen – wie der Platzverweis hart ausgesprochenen – Handspenalty (eine Absicht von Pleurat Hoxhaj war beim „Vergehen“ nicht erkennbar). Dann aber liessen die zwischenzeitlich aktivierten Angriffsgelüste der sonst schon dezimierten Einheimischen wieder nach, sie schienen sich mit der Relegation endgültig abgefunden zu haben und kassierten  – zusätzlich zu zwei Lattentreffern durch Klurdian Museshabanaj und Sandro Caravà, dieser aus 40 Metern -  nochmals zwei Tore.

Freienbach, ohne seinen gesperrten Captain und die Teamstütze Di Dio, gefiel besonders durch die ausgewogene Mannschaftsleistung und für einmal durch seine Effizienz, auch wenn der Gegner zu keinem grossen Widerstand fähig war und ein weiteres halbes Dutzend Grosschancen zudem ungenützt blieben.

Widnau – Freienbach 1:5 (0:3)
Aegeten. 273 Zuschauer. SR: Bojan Jerkic.
Tore: 24. Museshabanaj 0:1. 29. Museshabanaj 0:2. 34. Ernst 0:3. 60. Bärlocher 1:3 (Handspenalty). 77. Ernst 1:4. 86. Maurer 1:5.      
 Widnau: Jung; Jan Liechti (66. Rankovic), Lüchinger, Diego Liechti, Hutter; Sonderegger (46. Haltiner), Di Nunzio (46. Lamorte),  Bösch; Nüesch,  Bärlocher, Thaqi.  
 Freienbach: Dabic; Hoxhaj, Auf der Maur, Bucher, Maurer; Döttling (80. Muselj), Iseni, Caravà, Palumbo (62. Coric); Ernst, Museshabanaj (73. Baumann).
Bemerkungen: Freienbach ohne Desole, Carlo Marty und Ocaña (alle verletzt), Di Dio (gesperrt) sowie Kälin (abwesend). Verwarnungen: 16. Ernst (Foul). 62. Maurer (Spielverzögerung). 90. Lüchinger (Foul). Auschluss: 30. Hutter (grobes Foul). Widnau verabschiedet vor dem Spiel drei Spieler und legt eine Trauerminute ein für einen verunglückten Kaderspieler ein.